Hautkrebs: Höhere Sterblichkeit bei Vitamin-D-Mangel

ZOU | 12.09.2022

Zwischen dem Vitamin-D-Spiegel und dem Überleben von Menschen mit Hautkrebs gibt es einen Zusammenhang: Patienten mit einem Melanom und Vitamin-D-Mangel verstarben in einer Studie fast doppelt so häufig früher.
Vitamin D kann der Körper nur bilden, wenn er Sonnenstrahlen ausgesetzt ist. Ein Mangel lässt sich auch mit Tabletten ausgleichen. image.originalResource.properties.copyright

Menschen, die bei ihrer Hautkrebs-Diagnose einen Vitamin-D-Mangel aufwiesen (weniger als 10 ng/ml), hatten mit mehr als doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit eine geringere Überlebensrate als diejenigen, deren Spiegel höher war. Dieser Zusammenhang wurde nicht von der Tiefe des Hautkrebses oder dem Alter und Geschlecht der Patienten beeinflusst. Dies hat ein spanisches Forschungsteam festgestellt, das in einer Klinik in Barcelona den Vitamin-D-Spiegel bei 264 Patienten mit invasivem Hautkrebs Melanom untersucht hat.

Auch frühere Forschungen haben schon gezeigt, dass sich ein normaler Vitamin-D-Spiegel schützend bei Melanomen auswirkt. „Unsere Ergebnisse deuten ebenfalls darauf hin, dass Vitamin D einen signifikanten Einfluss auf Menschen mit Melanomen hat. Sie zeigen insbesondere, dass Patienten mit Vitamin-D-Mangel eine geringere Gesamtüberlebensrate haben“, sagte die leitende Forscherin Dr. Inés Gracia-Darder, die die Ergebnisse auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Dermato-Venerologie (EADV) in Mailand vorstellte. Sie hofft, dass die Ergebnisse weitere Studien anregen, in denen untersucht wird, ob ein Ausgleich des Vitamin-D-Mangels durch Nahrungsergänzungsmittel die Prognose für Menschen mit einem Melanom verbessern kann.

Ein Melanom entsteht, wenn die Pigmentzellen der Haut (Melanozyten) unkontrolliert wachsen. Im Jahr 2020 machten Melanome etwa vier Prozent aller neuen Krebsdiagnosen und 1,3 Prozent aller Krebstodesfälle in der EU aus. Im Jahr 2020 starben in der EU 7.031 Frauen und 9.457 Männern an einem Melanom.