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Alzheimer: Gute Ernährung beugt Hirnschwund vor

03.01.2012

Wer sich ausgewogen ernährt, kann dem Hirnschwund bei Alzheimer vorbeugen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Oregon Health & Science University in Portland in den Vereinigten Staaten. Besonders Omega-3-Fettsäuren und die Vitamine C, D, E und die B-Vitamine verringern das Risiko für Hirnschwund.

Gemüsebuffet
Viel frisches Gemüse versorgt den Körper mit ausreichend Vitaminen.
© Techniker Krankenkasse

Für die Studie haben die Wissenschaftler 104 Testpersonen untersucht, die im Durchschnitt zwar 87 Jahre alt waren, aber insgesamt wenige Risikofaktoren für Hirnleistungsstörungen oder Gedächtnisprobleme hatten. Normalerweise werden in ähnlichen Studien die Ernährungsgewohnheiten per Fragebogen erfragt. Solche Fragebögen gelten als extrem unzuverlässig – vor allem bei älteren Patienten, bei denen das Gedächtnis ja oft nachlässt. In dieser Studie wurden den Testpersonen Blutproben entnommen, um den Gehalt verschiedener Nährstoffe zu ermitteln. Zudem absolvierten sie Gedächtnistests und Denkaufgaben. Bei 42 Studienteilnehmern wurde zudem noch das Hirnvolumen mit einer MRT-Untersuchung bestimmt.

Insgesamt waren die Studienteilnehmer alle gut ernährt. Allerdings wiesen 7 Prozent von ihnen einen Vitamin-B12-Mangel auf, jeder Vierte hatte zudem einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel. Diese Mangelerscheinungen sind unter älteren Menschen recht häufig. Insgesamt seien die Level der Nährstoffe für einen Großteil der Unterschiede in Hirnvolumen und bei Denkaufgaben verantwortlich, so die Autoren der Studie. Um immerhin 17 Prozent variierten die erzielten Ergebnisse in den Denk- und Gedächtnistests aufgrund der verschieden hohen Spiegel von Vitaminen und Omega-3-Fettsäuren. Alter, Schulausbildung und Bluthochdruck konnten die Forscher für 46 Prozent der Unterschiede bei den Tests verantwortlich machen. Bezogen auf das Hirnvolumen legen die Wissenschaftler den Einfluss der Vitamine sogar auf 37 Prozent fest. Im Klartext: die Senioren mit den höchsten Vitaminspiegeln schnitten in den Denkaufgaben am besten ab und hatten die größten Gehirne.

Noch, so die Forscher, müssten die Ergebnisse in größeren Studien bestätigt werden. Allerdings sei es eine hoffnungsvolle Aussicht, dass man den Hirnschwund durch eine ausgewogene Ernährung aufhalten kann. Dass eine ungesunde Ernährung die Hirnleistung verringern kann, ist schon aus anderen Studien bekannt. Menschen, die viele Transfette zu sich nehmen, haben ein höheres Risiko für Hirnschwund und schneiden auch in Gedächtnistests und Denkaufgaben schlechter ab als Menschen, die eine fettarme Ernährung bevorzugen. Transfette finden sich vor allem in verarbeiteten, frittierten Lebensmitteln, in Backwaren und Streichfetten. Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D kommen vor allem in Fisch vor, die Vitamine der B-Gruppe und die Vitamine C und E in Gemüse und Obst.

KK

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