Jugendliche

Jugendliche: Weniger Alkohol und Zigaretten, mehr Cannabis

01.09.2020

Neue Daten zum Suchtverhalten junger Menschen zeigen positive Entwicklungen, insbesondere bei Zigaretten: Die Raucherquote der 12- bis 25-Jährigen ist auf dem niedrigsten Stand seit knapp 50 Jahren. Dafür steigt die Zahl der jungen Menschen, die Cannabis konsumieren.

Jugendliche rauchen und trinken immer seltener.
Die Zahl der Jugendlichen, die regelmäßig Zigaretten rauchen, sinkt seit Jahren kontinuierlich.
© iStock.com/LordHenriVoton

Seit dem Jahr 1973 führt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) jedes Jahr Umfragen zum Rauchverhalten, Alkohol- und Cannabiskonsum der 12- bis 25-Jährigen in Deutschland durch. „Die Zahlen beim Rauchen sind mehr als erfreulich“, sagt Daniela Ludwig, Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Der Anteil Jugendlicher zwischen 12 und 17 Jahren, die rauchen, ist mit 5,6 Prozent auf einem neuen, historisch niedrigen Stand. In der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen rauchen mit 21,2 Prozent ebenso wenige wie nie zuvor seit Beginn der BZgA-Befragungsreihe. „Genau beobachten müssen wir die Entwicklung des Konsums von E-Produkten und Wasserpfeife, auch wenn aktuell keine weiteren Konsumanstiege zu verzeichnen sind“, sagt Prof. Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA.

Rauschtrinken ist immer noch im Trend

Auch beim Alkohol gibt es positive Entwicklungen: Mindestens einmal in der Woche Alkohol trinken 9,5 Prozent der befragten 12- bis 17-Jährigen (2004: 21,2 Prozent) und 32,9 Prozent der 18- bis 25-Jährigen (2004: 43,6 Prozent). Besorgniserregend sei jedoch, dass nach wie vor insgesamt zu viele junge Menschen bis zum Alkoholrausch trinken. „Das ist insbesondere im Jugendalter gefährlich. Hier ist verstärktes gemeinsames Präventionsengagement erforderlich“, so Thaiss. Über die Jahre hinweg betrachtet ist der Trend zum Rauschtrinken jedoch ebenfalls rückläufig.

Jugendliche kiffen mehr

Lediglich beim Konsum von Cannabis ist ein Anstieg zu beobachten. „Das sehen wir mit Sorge. Cannabis ist die mit Abstand am meisten konsumierte illegale Substanz. Dies ist besonders bedenklich, da der Konsum im Jugendalter mit besonderen Risiken für den wachsenden Organismus verbunden ist“, sagt Thaiss. Um Jugendliche über die gesundheitlichen Folgen von Cannabis aufzuklären, hat die Regierung eine neue Präventionskampagne „Drugcom“ ins Leben gerufen. „Den Startschuss machen die sozialen Medien, gefolgt von neuer bundesweiter Prävention mit dem Fokus auf Schule. Diese Prävention kommt genau zum richtigen Zeitpunkt“, so Ludwig.

NK

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