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Kinderärzte empfehlen pasteurisierte Milch

16.12.2013

In einem aktuellen Positionspapier rät die Amerikanische Akademie der Kinderärzte schwangeren Frauen, Neugeborenen und kleinen Kindern, keine Produkte aus Rohmilch oder unpasteurisierte Milch zu verzehren. Die Kinderärzte schließen sich damit der Meinung anderer Fachgesellschaften an.

Kleines Mädchen trinkt Milch.
Bei der Pasteurisierung wird die Milch kurz erhitzt. So wird sie länger haltbar und es sind weniger Krankheitskeime enthalten.
© duckman76 - Fotolia

Ob von Kuh, Schaf oder Ziege: Unpasteurisierte Milch stellt nach wie vor eine Quelle für bakterielle Infektionen dar. Diese seien laut der Kinderärzte besonders gefährlich für Schwangere und ihre ungeborenen Kinder, Babys, Senioren und Personen, deren Immunsystem geschwächt ist. „Die bisweilen behaupteten gesundheitlichen Vorzüge von Rohmilchprodukten konnten bisher wissenschaftlich nicht bestätigt werden“, sagt Professor Yvonne Maldonado, vom medizinischen Institut der Stanford Universität. Studien zeigten, dass Rohmilch und pasteurisierte Milch im Hinblick auf Nährstoffe wie Eiweiß, Kohlenhydrate, Calcium, Vitamine und Enzyme gleichwertig seien, schreiben die Kinderärzte im Fachblatt Pediatrics.

„Obwohl nur relativ wenige Rohmilchprodukte auf dem Markt sind, verursachen sie ein überproportional große Anzahl von Erkrankungen“, erklärt Maldonado. Zwischen 1998 und 2009 erkrankten in den USA über 1.800 Personen, von denen 195 im Krankenhaus behandelt werden mussten und zwei starben. Meist waren Kolibakterien, Salmonellen oder Campylobakter die auslösenden Keime gewesen, die zu Durchfall, Krämpfen, Übelkeit und Fieber führten. Bei der Pasteurisierung wird die Milch kurzzeitig auf etwa 75°C erhitzt, um Krankheitserreger abzutöten.

RF

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