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Krebsrisiko steigt durch Snacks, Fertiggerichte & Co.

16.02.2018

Viele Studien beschäftigen sich mit der Frage, wie die Ernährung die Gefahr von Krebs beeinflusst. Jetzt haben Forscher aus Frankreich und Brasilien eine mögliche Verbindung zwischen hochverarbeiteten Lebensmitteln, z.B. Fertiggerichten, Snacks oder bestimmten Fleischprodukten, und der Entstehung von Krebs gefunden.

Fertiggerichte gehen schnell und sehen meist lecker aus. Für die Gesundheit haben sie jedoch Nachteile.
Fertiggerichte gehen schnell und sehen meist lecker aus. Für die Gesundheit haben sie jedoch Nachteile.
© Photographee.eu - Fotolia.com

Stieg der Anteil an hochverarbeiteten Lebensmitteln in der Ernährung um zehn Prozent an, war auch das allgemeine Krebsrisiko zwölf Prozent höher. Das Risiko speziell für Brustkrebs lag dann um elf Prozent höher, wie aus der Analyse von über 100.000 Daten französischer Studienteilnehmer hervorging. Für Prostata- und Darmkrebs fanden die Wissenschaftler dagegen keinen Zusammenhang. Hochverarbeitete Nahrungsmittel sind z.B. verpackte Backwaren und Snacks, kohlensäurehaltige Limonaden, Fertiggerichte, zuckerhaltige Frühstücksflocken oder Formfleisch. Diese enthalten häufig hohe Mengen an Zucker, Fett und Salz, jedoch nur wenige Vitamine und Ballaststoffe.

Wie die Forscher im Fachblatt The BMJ weiter berichten, fanden sie für weniger stark verarbeitete Lebensmittel, zum Beispiel Dosengemüse, Käse oder frisches, unverpacktes Brot, keinen deutlichen Zusammenhang zum Krebsrisiko. Der Konsum von frischen Nahrungsmitteln, also Früchten, Gemüse, Hülsenfrüchten, Reis, Eier, Fleisch, Fisch oder Milch, war dagegen mit einem geringeren Krebsrisiko assoziiert.

In weiteren Studien müsse nun untersucht werden, wie genau sich die verschiedenen Stadien der Verarbeitung auf die Gesundheit auswirken. Noch könne man nicht sagen, welche Elemente genau bei hochverarbeiteten Lebensmitteln zu Krebs führen oder welche anderen Faktoren hier möglicherweise eine Rolle spielen könnten, betonen Martin Lajous und Adriana Monge vom National Institute of Public Health in Mexiko in einem begleitenden Editorial zur Studie.

HH

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