Für Frauen mit Lipödem gibt es gute Nachrichten: Die Liposuktion, eine Fettabsaugung zur Linderung der Beschwerden, wird künftig unter bestimmten Voraussetzungen von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt – und zwar unabhängig vom Stadium der Erkrankung.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat kürzlich entschieden, die Liposuktion (Fettabsaugung) in den regulären Leistungskatalog aufzunehmen. Zuvor wurde der Eingriff nur im fortgeschrittenen Stadium III von den Krankenkassen erstattet.
Das Lipödem ist eine chronische Fettverteilungsstörung, die fast ausschließlich bei Frauen auftritt. Typisch sind symmetrische Fettansammlungen, starke Schmerzen und Druckempfindlichkeit, sehr häufig betroffen sind die Beine. Die Beschwerden entwickeln sich individuell – bei manchen Betroffenen bleibt das Lipödem stabil, bei anderen verschlimmert es sich im Laufe der Zeit.
Die Liposuktion kann die Schmerzen deutlich lindern und die Beweglichkeit verbessern. Dabei wird das krankhaft veränderte Unterhautfettgewebe operativ entfernt. Laut einer aktuellen Studie bietet der Eingriff klare Vorteile gegenüber nichtoperativen Maßnahmen wie Kompressions- oder Bewegungstherapie.
Es gibt jedoch klare Regeln für die Kostenübernahme:
Außerdem müssen die Ärztinnen und Ärzte, die die Diagnose stellen, als auch die Operierenden entsprechend qualifiziert sein. Auch eine sorgfältige Operationsplanung und Nachsorge sind verpflichtend.
Die Beschlüsse des G-BA gehen nun zur rechtlichen Prüfung an das Bundesgesundheitsministerium. Nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger treten sie in Kraft. Die notwendigen Abrechnungsziffern sollen laut GB-A bis spätestens 1. Januar 2026 feststehen – dann ist die Liposuktion auch in den Stadien I und II offiziell ambulante Kassenleistung.
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Im Fokus diesmal: Lithiumhaltige Nahrungsergänzungsmittel, Luftbelastung durch duftende Putzmittel…
aus Apotheke, Forschung und Gesundheitspolitik.
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