Magenkrebs

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  02.01.2026 00:00 Uhr

Magenkrebs ist ein bösartiger Tumor der Magenschleimhaut, der oft lange unbemerkt bleibt. Die Erkrankung entwickelt sich meist schleichend und kann erst spät Beschwerden verursachen.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Magenkrebs entsteht aus Zellen der Magenschleimhaut, meist aus sogenannten Drüsenzellen, die Magensäure und Schleim produzieren. Diese Hauptform heisst fachsprachlich Adenokarzinom. Der bösartige Tumor kann in verschiedenen Bereichen des Magens auftreten und sich in umliegendes Gewebe ausbreiten. Die Erkrankung entwickelt sich häufig über Jahre und bleibt lange symptomlos. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Symptome/Verlauf

Beschwerden treten oft erst im fortgeschrittenen Stadium auf. Zu den möglichen Symptomen zählen:

  • Völlegefühl nach kleinen Mahlzeiten
  • Appetitlosigkeit
  • Ungewollter Gewichtsverlust
  • Erbrechen
  • Oberbauchschmerzen
  • Blut im Stuhl oder schwarzer Stuhl
  • Müdigkeit durch Blutarmut
  • Abneigung gegen bestimmte Speisen
  • Allgemeines Schwächegefühl

Da die Symptome unspezifisch sind, wird Magenkrebs oft erst spät erkannt. In fortgeschrittenen Stadien kann der Tumor in andere Organe streuen und Metastasen bilden.

Folgen/Komplikationen

Unbehandelter Magenkrebs kann zu schweren Komplikationen führen. Dazu gehören Blutungen, Durchbruch der Magenwand, Verengung des Magenausgangs und die Ausbreitung in andere Organe wie Leber oder Lunge. Die Erkrankung kann lebensbedrohlich werden, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Auch nach erfolgreicher Therapie sind regelmässige Kontrollen notwendig, da Rückfälle möglich sind.

Ursachen/Risikofaktoren

Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Es gibt jedoch bekannte Risikofaktoren. Hierzu zählen Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori, chronische Magenschleimhaut-Entzündung, Rauchen, Alkoholkonsum sowie der Verzehr von stark gesalzenen, geräucherten oder gepökelten Lebensmitteln. Auch familiäre Vorbelastung, bestimmte genetische Veränderungen und Krebsvorstufen wie Magenpolypen oder chronische Gastritis erhöhen das Risiko. Besonders gefährdet sind Menschen mit langjährigen Magenproblemen oder einer bekannten Helicobacter-pylori-Infektion.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er kann durch eine Magenspiegelung mit Gewebeprobe die Diagnose stellen. Bildgebende Verfahren helfen, das Ausmass der Erkrankung zu bestimmen. Die wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten sind eine Operation zur Entfernung des Tumors, Chemotherapie zur Bekämpfung von Krebszellen und in bestimmten Fällen Strahlentherapie. Auch andere spezielle Krebsmedikamente kommen zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Auf eine gesunde Ernährung achten, Rauchen und Alkohol meiden und regelmässige Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen. Grenzen sind erreicht, wenn Beschwerden zunehmen, Gewichtsverlust auftritt oder Blut im Stuhl sichtbar wird. Dann ist eine sofortige ärztliche Abklärung notwendig.

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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