Wann entstehen Muttermale?
Manche Kinder kommen bereits mit einem Muttermal zur Welt. Die meisten Male bilden sich aber erst im Kindesalter, nehmen in der Pubertät an Zahl zu und können sich bis etwa zum 40. Lebensjahr weiter vermehren. In aller Regel bleiben sie harmlos. Selten entwickelt sich aus einem Muttermal jedoch Hautkrebs. Genau deshalb lohnt ein gelegentlicher Blick, ob sich das Mal verändert.
So sehen Leberflecke normal aus
Ein gewöhnliches Muttermal misst meist weniger als fünf Millimeter. Es ist rosa, hellbraun oder braun, dabei gleichmäßig gefärbt, glatt und klar begrenzt. Solche Male sitzen überall am Körper, häufiger oberhalb der Taille. An Kopfhaut, Brust und Gesäß tauchen sie selten auf.
Anders verhält es sich mit einem sogenannten atypischen Mal. Es hat eine unregelmäßige Form, misst mehr als fünf Millimeter, zeigt unebene Ränder, eine unebene Oberfläche oder eine ungleiche Färbung. Solche Male entstehen meist im Jugend- oder Erwachsenenalter und brauchen ein wachsames Auge, weil sich daraus ein schwarzer Hautkrebs entwickeln kann.
Bei diesen Anzeichen zum Arzt
Verändern sich Muttermale besteht, die Gefahr, dass Hautkrebs dahinter steckt. Diese Male müssen dann entfernt werden. Bei folgenden Veränderungen sollten Eltern mit ihrem Kind eine Praxis aufsuchen, und auch Erwachsene ihre eigene Haut prüfen lassen:
- ein Mal wächst schnell oder verfärbt sich anders als die übrigen
- es blutet, oder eine offene Stelle am Mal verheilt nicht
- es wölbt sich kuppelförmig auf, mit rauen Rändern und wechselnden Farben
- es misst mehr als sechs Millimeter
- am Körper finden sich mehr als 50 Muttermale
Tipp: Zur Selbstkontrolle hilft die ABCDE-Regel. Sie beschreibt kurz und knapp, worauf man achten sollte: Asymmetrie, Begrenzung, Colour (also die Farbe), Durchmesser und Entwicklung
Quelle: DOI 10.1001/jamapediatrics.2025.6312