Ein kurzer Blick in die Toilette kann verunsichern: Der Urin ist plötzlich grün, rötlich oder ungewöhnlich dunkel. Oft steckt etwas Harmloses dahinter – etwa Ernährung oder Medikamente. Manchmal kann die Farbe aber auch ein Hinweis auf eine Erkrankung sein. Welche Ursachen infrage kommen und wann Sie zum Arzt gehen sollten.

Die Farbe unseres Urins kann sich je nach Flüssigkeitshaushalt, Ernährung, Medikamenten oder Gesundheitszustand stark verändern. Die folgende Übersicht zeigt, was die verschiedenen Farben bedeuten können und wann man am besten ärztlichen Rat einholt.
Auch grünlicher oder blauer Urin ist möglich, aber oft harmlos:
Manchmal tritt bei bettlägerigen Menschen mit Katheter das „Lila-Urinbeutel-Syndrom“ auf: Wenn bestimmte Bakterien im Urin die Substanz Tryptophan umwandeln, entstehen violette Farbstoffe, die sich im Urinbeutel ablagern. Medizinisch ist das meist harmlos.
Durch ein Melanom, also schwarzen Hautkrebs, können Stoffe in den Urin gelangen, die den Urin bräunlich-schwarz färben.
Urin sollte klar sein. Trüber, flockiger oder schäumender Urin kann Hinweise liefern:
Brauner oder „cola-artiger“ Urin kann hingegen ein Hinweis auf eine Lebererkrankung (z. B. Hepatitis), Gallengangsstörungen sein oder nach größeren Muskelverletzungen auftreten.
→ Begleitzeichen wie Juckreiz, heller Stuhlgang oder gelbliche Haut? Auf jeden Fall zum Arzt gehen!
Rot gefärbter Urin kann erschrecken – muss aber nicht immer ein Alarmsignal sein:
Gesunder Urin ist in der Regel hellgelb bis dunkelgelb – je nachdem, wie viel man getrunken hat. Der gelbliche Farbton stammt vom Urochrom, einem Abbauprodukt des Hämoglobins aus den roten Blutkörperchen.
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