Viele Kinder essen phasenweise nur wenige Lieblingsgerichte und lehnen Neues konsequent ab. Das ist meistens kein Grund zur Sorge. Doch wann steckt mehr dahinter – und wie können Eltern entspannt damit umgehen?

Brokkoli? Igitt. Neue Gerichte? Lieber nicht. Viele Eltern kennen solche Situationen am Esstisch. Tatsächlich sind Kinder besonders zwischen zwei und sechs Jahren oft skeptisch gegenüber unbekannten Lebensmitteln – vor allem bei bitteren Geschmäckern wie Salat, Rosenkohl oder Oliven.
Wichtig zu wissen: Das bedeutet nicht automatisch ein Problem. Kinder verändern ihr Essverhalten häufig vorübergehend. Manche essen tagelang nur Nudeln, andere plötzlich nur bestimmte Farben oder Lieblingsspeisen. Experten raten Eltern deshalb vor allem zu Geduld. Denn Geschmäcker lassen sich lernen: Oft müssen Kinder ein Lebensmittel acht- bis 15-mal probieren, bevor sie es akzeptieren.
Anders sieht es bei sogenannten „Picky Eatern“ aus. Diese Kinder essen oft nur zwei oder drei ganz bestimmte Lebensmittel. Entscheidend können etwa Konsistenz, Farbe, Geschmack oder sogar eine bestimmte Marke sein.
Für Familien kann das sehr belastend sein. Restaurantbesuche, Klassenfahrten oder Essen im Kindergarten werden schwierig. Manche Kinder reagieren sogar mit Ekel auf unbekannte Speisen oder möchten sie nicht einmal anfassen.
Hinter einem stark selektiven Essverhalten können verschiedene Ursachen stecken. Häufig tritt es bei hochsensiblen Kindern oder im Autismusspektrum auf. In manchen Fällen prüfen Kinderärzte auch mögliche körperliche Ursachen wie Allergien oder Zöliakie.
Die gute Nachricht: Bei gesunden Kindern sind Vitamin- oder Nährstoffmängel eher selten – selbst dann, wenn Gemüse verschmäht wird oder Kinder immer wieder dasselbe essen. Studien zeigen, dass die meisten Kinder ausreichend versorgt sind. Ausnahmen bilden lediglich manchmal Vitamin D sowie Folsäure, Eisen und Jod.
Nahrungsergänzungsmittel sind deshalb meist nicht nötig. Experten warnen sogar davor, dass manche Präparate für Kinder zu hoch dosiert sein können. Sinnvoller ist es, langfristig Freude an abwechslungsreichem Essen zu fördern.
Mit einigen Tipps und Tricks können Eltern Kinder an abwechslungsreiches Essen heranführen:
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