Baby & FamilieGesund leben

Vier Ess-Typen bei Kindern

ZOU  |  04.11.2023

Eine britische Forschungsgruppe hat Kinder ihrem Essverhalten nach grob in vier Typen eingeteilt: eifrige, glückliche, typische und wählerische Esser. Dabei zeigte sich auch, dass Eltern ihre Kinder je nach Typ unterschiedlich ernähren.

Grummeliges Kind, schaut in die Kamera.
Wählerische Esser sind schnell satt, essen langsam und insgesamt weniger.
© SbytovaMN/iStockphoto

In Großbritannien ist etwa ein Fünftel der Kinder zum Schulbeginn übergewichtig oder adipös – und bis zum Verlassen der Grundschule mit elf 11 Jahren ist es bereits jedes dritte Kind. Deshalb hat das Team untersucht, welche Muster es beim Essverhalten gibt und wie diese mit dem Temperament und den Ernährungsgewohnheiten zusammenhängen.

  • 44 Prozent der Kinder waren typische Esser, die ein durchschnittliches Essverhalten zeigten, das alle Verhaltensmuster in ähnlichem Ausmaß umfasste.

  • 22 Prozent waren eifrige Esser, die stark auf Nahrungsmittel reagierten und zu emotionalem Überessen neigten, schnell aßen und viel tranken. Sie genossen das Essen und zeigten dabei eine geringe Sättigungsreaktion.
  • 18 Prozent waren glückliche Esser, die das Essen genossen, etwas zügiger aßen und unruhiger waren, aber weniger zu emotionalem Essen neigten.
  • 16 Prozent der Kinder waren wählerische Esser, die schnell satt und sehr unruhig beim Essen waren, langsam aßen und das Essen weniger genossen.

Das wirkte sich auch auf das Verhalten der Eltern aus: Essfreudige Kinder waren mit größerer Wahrscheinlichkeit aktiv und impulsiv, und ihre Eltern versuchten häufiger, ihre Emotionen durch Nahrung zu regulieren.

Besonders interessiert waren die Forschenden an den eifrigen Essern, da sie durch schnelles Essen und eine geringe Sättigung gefährdet sind, an Gewicht zuzunehmen. Dr. Abigail Pickard von der Aston University in Birmingham sagte: „Eltern können die Erkenntnisse nutzen, um ihre Ernährungsstrategien an das Essverhalten ihres Kindes anzupassen. Beispielsweise können eifrige Esser davon profitieren, wenn Eltern keine Snacks einkaufen und keine Lebensmittel hinstellen, um die Versuchung zu verringern. Bei wählerischen Kindern ist es dagegen vorteilhaft, eine ausgewogene und abwechslungsreiche Auswahl an Lebensmitteln anzubieten, um das Ausprobieren ohne Esszwang zu fördern.“

Quelle: DOI 10.1016/j.appet.2023.107050

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