Paracetamol bei Kater-Kopfschmerzen: Warum Vorsicht wichtig ist
Kopfschmerzen nach einer durchzechten Nacht gehören zu den häufigsten Beschwerden bei einem Kater. Schmerzmittel können zwar helfen, doch nicht jeder Wirkstoff eignet sich in dieser Situation. Vor allem Paracetamol sollte man bei Kater-Kopfschmerzen besser vermeiden.
Warum Paracetamol nach Alkohol die Leber belastet
Paracetamol gilt als bewährtes Mittel gegen Schmerzen und Fieber. Auch bei vielen Arten von Kopfschmerzen wirkt es zuverlässig. Nach Alkoholkonsum kann es jedoch problematisch werden. Der Grund: Alkohol und Paracetamol werden in der Leber teilweise über dasselbe Enzymsystem abgebaut. Das kann zwei Folgen haben:
- Die Entgiftung verlangsamt sich, weil die Leber gleichzeitig mehrere Stoffe verarbeiten muss.
- Es können giftige Abbauprodukte entstehen, die die Leber zusätzlich schädigen können.
Gerade nach einer Nacht mit viel Alkohol ist die Leber ohnehin stark gefordert. Zusätzliche Belastung vermeidet man dann möglichst.
Achtung bei Kombinationsmitteln und Erkältungspräparaten
Paracetamol steckt nicht nur in klassischen Schmerztabletten. Auch viele Kombinationsschmerzmittel und manche Erkältungsmedikamente enthalten diesen Wirkstoff. Deshalb gilt: Packungsbeilage prüfen oder in der Arzneimitteldatenbank auf aponet.de nachsehen, ob Paracetamol enthalten ist.
Welche Schmerzmittel sind bei Kater-Kopfschmerzen besser geeignet?
Wenn der Kopf nach Alkohol brummt, sind andere Wirkstoffe meist die bessere Wahl. Häufig empfohlen werden:
Sie lindern die Schmerzen, ohne die Leber zusätzlich so stark zu beanspruchen wie Paracetamol.
Wichtig: Wer einen empfindlichen Magen hat, Blutverdünner einnimmt oder unter bestimmten Vorerkrankungen leidet, sollte vorher ärztlichen Rat einholen oder sich in der Apotheke beraten lassen.