Einen stärkeren Griff und eine höhere Geschwindigkeit beim Aufstehen vom Stuhl: Das hatten Frauen, die auch ein geringeres Sterberisiko hatten. Das hat ein US-Forschungsteam mit Daten von mehr als 5.400 Frauen im Alter von 63 bis 99 Jahren herausgefunden. Im Durchschnitt begleitete das Team die Frauen über acht Jahre lang. In dieser Zeit starben 1.964 der Frauen. Das Team erhob die Stärke des Handgriffs sowie die Dauer, die die Frauen brauchten, um ohne Hilfe fünf Mal von einem Stuhl aufzustehen.
Ergebnisse: Sterberisiko und Muskelkraft
So stellte das Forschungsteam fest:
Frauen, die mit ihrem Griff mehr als 24 Kilogramm halten konnten, hatten ein um 37 Prozent geringeres Risiko, im Beobachtungszeitraum zu sterben. Ein deutlicher Vorteil zeigte sich auch schon bei einer Griffstärke von 19 bis 24 Kilogramm: das Sterberisiko war hier um 15 Prozent geringer.
Noch deutlicher war der Zusammenhang bei der Aufstehzeit: Wer es innerhalb von 13,7 bis 16,6 Sekunden schaffte, hatte ein um 21 Prozent geringeres Sterberisiko. Bei einer Dauer von 11,2 bis 13,6 Sekunden war das Risiko um 23 Prozent geringer. Wer schneller als 11,1 Sekunden war, hatte ein um 37 Prozent geringeres Risiko.
Was bedeutet die Studie?
Das Forschungsteam schlussfolgerte: „Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Beurteilung der Kraft und die Förderung ihres Erhalts für ein optimales Altern von entscheidender Bedeutung sind.“ Allerdings sollte darauf hingewiesen werden, dass es sich hierbei um eine Beobachtungsstudie handelte: Damit kann auf Zusammenhänge hingewiesen, aber kein Ursache-Wirkung-Prinzip festgestellt werden.
Quelle: DOI 10.1001/jamanetworkopen.2025.59367