Was sind PFAS und wo kommen sie vor
PFAS werden seit Jahrzehnten in Alltagsprodukten eingesetzt. Dazu zählen beschichtete Pfannen, Lebensmittelverpackungen, wasser- und schmutzabweisende Textilien oder Löschschäume. Das Problem. PFAS bauen sich kaum ab, reichern sich in der Umwelt an und gelangen über Nahrung, Trinkwasser oder Produkte in den Körper.
Die wichtigsten Ergebnisse der Studie
Forscher der Icahn School of Medicine am Mount Sinai Krankenhaus in New York haben zahlreiche Einzelstudien systematisch ausgewertet. Demnach geht eine höhere PFAS-Belastung bei schwangeren Frauen deutlich häufiger mit Gestationsdiabetes einher. Außerdem zeigten sich Veränderungen bei Insulinresistenz und Insulinausschüttung. Für Typ-1- oder Typ-2-Diabetes außerhalb der Schwangerschaft ist die Datenlage dagegen noch uneinheitlich.
„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Schwangerschaft ein besonders empfindliches Zeitfenster ist, in dem PFAS das Risiko für Gestationsdiabetes erhöhen können“, sagt Studienautorin Sandra India-Aldana.
Warum Gestationsdiabetes relevant ist
Schwangerschaftsdiabetes kann Komplikationen während der Schwangerschaft verursachen und erhöht langfristig das Risiko für Mutter und Kind, später an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Umso wichtiger ist Prävention. „Diese Ergebnisse sind alarmierend, da fast jeder PFAS ausgesetzt ist“, erklärt Senior-Studienleiterin Professorin Damaskini Valvi. Umweltfaktoren sollten deshalb stärker in Vorsorge und Risikoabschätzung einbezogen werden, besonders in der Schwangerschaft.
Was Schwangere konkret tun können
Ganz vermeiden lassen sich PFAS kaum. Dennoch kann es sinnvoll sein, Belastungen zu reduzieren, etwa durch bewusste Produktauswahl oder Hinweise im ärztlichen Gespräch. Auch eine Umweltanamnese vor und während der Schwangerschaft gewinnt damit an Bedeutung.
Quelle: DOI 10.1016/j.eclinm.2025.103747