Alzheimer durch Luftverschmutzung?

Dr. Karen Zoufal  |  02.03.2026 11:00 Uhr

Menschen, die verstärkt Luftverschmutzung ausgesetzt sind, haben ein höheres Risiko für Alzheimer. Das hat eine Forschungsgruppe aus den USA beobachtet. Dabei scheint sich die Luftqualität direkt auf die Gehirngesundheit auszuwirken.

Auto-Stau
Autoabgase machen in Innenstädten einen großen Teil der Luftverschmutzung aus.
© ElcovaLana/iStockphoto

Menschen nach einem Schlaganfall sind besonders gefährdet

Der Zusammenhang war bei Personen mit einem Schlaganfall in der Vorgeschichte etwas stärker ausgeprägt. „Unsere Ergebnisse deuten an, dass Menschen nach einem Schlaganfall anfälliger für die schädlichen Auswirkungen von Luftverschmutzung auf die Gehirngesundheit sein könnten. Dies unterstreicht einen wichtigen Zusammenhang zwischen Umwelt- und Gefäßrisikofaktoren“, schreiben die Forschenden in dem Fachmagazin „PLoS Med“.

Feinstaub wirkt direkt auf das Gehirn

Bluthochdruck und Depression hatten nur einen geringen zusätzlichen Einfluss auf die Entwicklung von Alzheimer. Die Autoren der Studien nehmen deshalb an: „In dieser großen nationalen Studie mit älteren Erwachsenen zeigte sich, dass eine langfristige Belastung durch Feinstaub mit einem höheren Risiko für Alzheimer einhergeht. Das geschieht vorwiegend durch direkte Auswirkungen auf das Gehirn und weniger durch häufige chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck, Schlaganfall oder Depression.“ Demnach könnte eine Verbesserung der Luftqualität ein wichtiger Weg sein, um Demenz vorzubeugen.

Quelle: DOI 10.1371/journal.pmed.1004912

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