Die Zahl sexuell übertragbarer Krankheiten nimmt zu – auch in Deutschland. Wer die Risiken kennt und einfache Schutzmaßnahmen beachtet, kann sich und seine Partnerinnen und Partner schützen.

Unter sexuell übertragbaren Infektionen (STI, engl. sexually transmitted infections) versteht man Erkrankungen, die vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden. Dazu gehören unter anderem Chlamydien, Gonorrhoe (Tripper), Syphilis und HIV/Aids. Anders als oft angenommen, haben sie nichts mit mangelnder Hygiene zu tun.
Besonders problematisch: Viele Infektionen verursachen zunächst nur unspezifische oder gar keine Symptome. Dadurch bleiben sie häufig unerkannt und werden weitergegeben.
Genaue Zahlen sind schwer zu erfassen, da nicht alle Erkrankungen meldepflichtig sind. Klar ist jedoch: Die Zahl der Infektionen nimmt europaweit zu.
Typische Beschwerden, die Betroffene oft fälschlicherweise für eine Blasenentzündung oder Pilzinfektion halten, sind zum Beispiel:
Christoph Gulde, Apotheker aus Stuttgart, betont: „Darum ist es wichtig, schon bei diesen leichteren Symptomen auch den Frauenarzt oder Urologen zu Rate zu ziehen. Beispielsweise verlaufen 80 Prozent der Chlamydien-Infektionen bei Frauen symptomlos. Bleiben sie unbehandelt, kann die Infektion bis zur Unfruchtbarkeit führen.“
Wer Beschwerden hat oder unsicher ist, sollte daher schnell ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Frühe Diagnose und Behandlung verhindern Komplikationen und schützen auch die Partnerinnen und Partner.
Das Hauptrisiko für STI ist ungeschützter Geschlechtsverkehr. Kondome sind die wirksamste und zugleich einfachste Methode, um sich vor Infektionen zu schützen – unabhängig von Alter, Geschlecht oder sexueller Orientierung. Auch hier gilt die klare Empfehlung von Gulde: „Geschützter Sex mit Kondom ist die beste Vorbeugung gegen sexuell übertragbare Krankheiten.“
Die wichtigsten sexuell übertragbaren Krankheiten im Überblick:
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