Wer pro Tag mindestens 50 Treppenstufen meistert, erreicht einen ähnlich vorbeugenden Effekt wie Personen, die 10.000 Schritte am Tag gehen. Das geht aus einer Studie in der Fachzeitschrift „Atherosclerosis“ hervor. Demnach ging tägliches Treppensteigen mit einem um 20 Prozent niedrigerem Risiko für bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen einher. Dies berechneten Forschende mit Hilfe der Daten der britischen Biobank von 450.000 Erwachsenen, die sich über durchschnittlich 12,5 Jahre aufzeichnen ließen. Dabei nahmen sie koronare Herzkrankheit (KHK), Schlaganfall und akute Herzprobleme in den Blick.
50 Treppenstufen passen gut in den Alltag
Während das häufig formulierte Ziel von 10.000 Schritten am Tag für viele Menschen nicht so leicht zu erreichen ist, lassen sich 50 Stufen quasi nebenbei erledigen: „Kurze Phasen hochintensiven Treppensteigens sind eine zeiteffiziente Möglichkeit, die Herz-Kreislauf-Fitness und den Fettstoffwechsel zu verbessern, insbesondere bei denjenigen, die nicht in der Lage sind, die aktuellen Empfehlungen für körperliche Aktivität einzuhalten“, erklärte Dr. Lu Qi von der Tulane University School of Public Health and Tropical Medicine in einer Mitteilung zur Veröffentlichung.
Möglichkeit für die Allgemeinbevölkerung
„Diese Ergebnisse unterstreichen die potenziellen Vorteile des Treppensteigens als Maßnahme zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Allgemeinbevölkerung“, schlussfolgerte Qi.
Quelle: DOI 10.1016/j.atherosclerosis.2023.117300