Baby & FamilieGesundheit

Unregelmäßiger Zyklus ist nicht immer harmlos

11.09.2013

Eine unregelmäßige Periode ist bei Mädchen im Teenageralter nicht ungewöhnlich. Bleibt es jedoch bei den Zyklusstörungen, könnte dies auf ein sogenanntes polyzystisches Ovarialsysndrom, kurz PCOS, hindeuten, warnt die US-amerikanische Hormon-Expertin Suzanne Kavic.

Junge Frau auf einer Couch hält sich den schmerzenden Bauch
Vor allem junge Frauen haben häufiger Probleme mit der Periode.
© Ana Blazic Pavlovic - Fotolia

Hinter diesem komplizierten Namen verbirgt sich eine hormonelle Störung, die mit einem Überschuss an männlichen Sexualhormonen, den Androgenen, einhergeht. Das Ungleichgewicht der Hormone störe das Wachstum und die Freisetzung von Eizellen aus den Eierstöcken, was Eisprung und Menstruation verhindern könne, erklärt die Ärztin vom Loyola University Health System in Maywood, USA. Ein normaler Zyklus dauert in etwa 28 Tage und im Durchschnitt beginnt die Menstruation bei Mädchen im Alter von zwölf. Etwa zwei Jahre nach der ersten Blutung sollte sich der Zyklus eingependelt haben, spätestens jedoch mit 17 Jahren, so Kavic. "Dauert der unregelmäßige Zyklus bis ins späte Teenageralter an, sollten Mädchen einen Spezialisten aufsuchen und den Grund abklären lassen", empfiehlt die Ärztin.

Denn es ist nicht allein die Ungewissheit, die belastend sein kann. Die hormonelle Störung kann weitere Symptome nach sich ziehen, darunter Gewichtszunahme, Haarwachstum am Körper und im Gesicht, dünner werdendes Kopfhaar, Akne und Unfruchtbarkeit. Darüber hinaus scheint bei Frauen mit PCOS die Gefahr für Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte und Insulinresistenz sowie Krebs der Gebärmutterschleimhaut erhöht zu sein, so Kavic.

Deshalb ist es sinnvoll, das hormonelle Ungleichgewicht früh zu erkennen und entgegenzuwirken – zum Beispiel mit Bewegung, einer Umstellung der Ernährung beziehungsweise einer medikamentösen Therapie. Gewichtsabnahme etwa wirke regulierend auf den Hormon- und Blutzuckerspiegel und helfe damit, Eisprung und Menstruation ins Lot zu bringen. Anti-Baby-Pillen ließen sich ebenfalls zur Regulation des Zyklus verschreiben, andere hormonelle Therapien könnten helfen, den Androgen-Spiegel zu senken und Symptome zu vermindern, erläutert die Ärztin.

HH

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