Wadenkrämpfe sind plötzlich auftretende, schmerzhafte Muskelverkrampfungen der Unterschenkelmuskulatur. Sie entstehen unwillkürlich und lösen sich meist nach kurzer Zeit wieder. Häufig treten sie nachts auf und sind in den meisten Fällen harmlos.
Wadenkrämpfe sind plötzlich auftretende, schmerzhafte Muskelverkrampfungen der Unterschenkelmuskulatur. Sie entstehen unwillkürlich und lösen sich meist nach kurzer Zeit wieder. Häufig treten sie nachts auf und sind in den meisten Fällen harmlos.
Wadenkrämpfe betreffen viele Menschen: Etwa ein Drittel der Bevölkerung erlebt sie gelegentlich. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko dafür an. Typisch ist, dass die Krämpfe ohne vorherige starke Belastung auftreten, oft im Ruhezustand oder während des Schlafs. Ursache ist meist eine erhöhte Erregbarkeit der Nerven, die den Muskel steuern. Dadurch zieht sich der Muskel zusammen, obwohl keine Bewegung gewollt ist. Von Muskelkrämpfen können auch andere Muskeln betroffen sein, wobei Krämpfe in Wade und Fussgewölbe am häufigsten vorkommen.
Ein Wadenkrampf äussert sich durch:
Die Beschwerden dauern meist Sekunden bis wenige Minuten an. Danach kann ein Muskelkater-ähnliches Gefühl zurückbleiben. Viele Betroffene leiden unter wiederkehrenden nächtlichen Krämpfen, die den Schlaf stören.
In der Regel sind Wadenkrämpfe gutartig und nicht Ausdruck einer ernsthaften Erkrankung. Häufige oder sehr schmerzhafte Krämpfe können jedoch die Lebensqualität beeinträchtigen, vor allem durch Schlafmangel und Angst vor erneutem Auftreten. In seltenen Fällen können sie auf Grunderkrankungen, Nervenstörungen oder Medikamentennebenwirkungen hinweisen und sollten dann ärztlich abgeklärt werden.
Die genaue Ursache von Wadenkrämpfen ist oft nicht eindeutig. Als begünstigend gelten unter anderem:
Auch starke sportliche Belastung oder ungewohnte Bewegungen können Wadenkrämpfe auslösen.
Das macht der Arzt: Bei häufigen oder sehr belastenden Wadenkrämpfen prüft der Arzt mögliche Ursachen, etwa Medikamente, Stoffwechselstörungen oder Nervenprobleme. In schweren Fällen können Medikamente eingesetzt werden. Magnesium kann versuchsweise empfohlen werden, da es gut verträglich ist. Wichtig: Es dürfen keine Erkrankungen vorliegen, die die Einnahme ausschliessen, zum Beispiel Nierenerkrankungen oder Herzrhythmusstörungen. Wirkstoffe wie Chinin sind wirksam, werden wegen möglicher Nebenwirkungen aber nur noch selten und sehr zurückhaltend eingesetzt.
Das kann man selbst tun: Im akuten Krampf hilft es, den Fuss aktiv nach oben zu ziehen und die Wade zu dehnen. Zur Vorbeugung empfehlen Fachgesellschaften mehrmals am Tag Dehnübungen der Wadenmuskulatur. Ausreichendes Trinken und Bewegung unterstützen zusätzlich.
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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