Howard Carpendale zählt zu den bekanntesten Musikern in Deutschland. Ursprünglich stammt er aus Südafrika - wie seine Karriere in Deutschland begann und warum er seitdem auf Deutsch singt, hat er uns im Interview verraten.
In allen Beziehungen. Ich habe Südafrika mit keinem genauen Ziel verlassen. Im Kopf hatte ich die Wahl zwischen Musik und Sport. Ich habe dann ziemlich schnell feststellen müssen, dass es in England sehr viele gute Sportler gab, an die ich vom Level her nicht heranreichte. Gottseidank war ich selbstkritisch genug, um das lieber zu lassen. Über Kontakte durch meinen Vater habe ich dann versucht, in England als Sänger Fuß zu fassen.
Mir war einfach klar, dass Südafrika keine rosige Zukunft hatte, deswegen verließ ich das Land. Das ging Freunden in meinem Alter damals ebenso. Ich bekomme oft E-Mails von Klassenkameraden der 63er-Klasse meiner Schule, und da sehe ich, wo die Jungs überall auf der Welt verteilt sind. In Australien und USA hauptsächlich. Nur ein einziger ist in Deutschland. Das bin ich. Einige sind auch in Südafrika geblieben, mit denen ich hin und wieder telefoniere.
Ich hatte mich in England einer Band angeschlossen, die Coverversionen von Hits spielte. Irgendwann hatte der Manager einen Termin für uns vereinbart, und das war ein Monat in Düsseldorf. Da haben wir in einem Tanzlokal, das Liverpool Club hieß, unser Repertoire gespielt. Während dieser Zeit habe einen Mann kennengelernt, der 20 Jahre später mein Manager wurde, Dieter Weidenfeld. Der hat mich mit der Plattenfirma Electrola und Paul Kuhn zusammengebracht, meinem ersten Musikproduzenten. Sie fanden die Vorstellung von einem Südafrikaner, der in Deutschland lebt und auf Deutsch singt, ganz spannend.
Ich hatte den Vorteil, dass ich Afrikaans in der Schule gelernt hatte. Das ist dem Holländischen ähnlich, was wiederum nicht so weit entfernt von der deutschen Sprache ist. Meinen Akzent habe ich allerdings über die Jahre behalten.
(lacht) Das Einzige, was mich beim Akzent immer wieder wundert, sind einige Deutsche, die offenbar das Gefühl haben, akzentfrei Englisch zu sprechen. Das aber in 40 Jahren auch nicht hinbekommen. Wenn ich in Amerika einen Deutschen treffe, der mich auf Englisch anspricht, lautet meine erste Frage meistens "Woher kommen Sie aus Deutschland?". Der Akzent bleibt für mich immer ganz deutlich. Ich kenne niemanden, der akzentfrei spricht. Selbst wenn er die Sprache schon 25 Jahre beherrscht.
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