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Warum Spazierengehen so gesund ist

NAS  |  26.08.2023

Um der Gesundheit etwas Gutes zu tun, muss man gerade mit steigendem Alter keinen Marathon laufen: Auch mit regelmäßigen Spaziergängen ist man auf einem guten Weg, rät Dr. Thomas Schneider, leitender Orthopäde und Sportmediziner der Gelenk-Klinik Gundelfingen.

Drei ältere Frauen, gehen gemeinsam Spazieren.
Regelmäßiges Gehen stärkt die Gesundheit und kann sogar das Leben verlängern.
© SeventyFour/iStockphoto

Regelmäßige Spaziergänge stärken das Immunsystem, die Psyche sowie die Muskulatur und bringen Herz und Kreislauf sanft in Schwung Kurzum: Wer mehrmals die Woche längere Strecken läuft, der erhöht Lebensqualität und Kondition und kann sogar Lebenszeit wesentlich verlängern, berichtet Schneider: „Es kommt weniger auf die zurückgelegten Distanzen an als vielmehr auf regelmäßige und altersgerechte Bewegung“. Auch wer regelmäßig nur 3000 oder 4000 Schritte absolviert, tut viel für seine mentale und körperliche Fitness – „idealerweise täglich etwa eine halbe Stunde.“

Wer kontinuierlich zu Fuß geht, der stärke Bauch- und Rückenmuskulatur, wodurch sich Verspannungen in Schultern und Rücken lösen. Empfehlenswert ist zügiges Gehen, „aber es muss nicht ein Tempo sein, bei dem man außer Atem kommt“, betont der Experte. Eine moderate Schrittgeschwindigkeit vorausgesetzt, eignen sich regelmäßige Fußmärsche auch für Arthrose-Patienten.  Außerdem sind kontinuierliche Spaziergänge bei Sonnenlicht die beste Osteoporose-Prävention: Durch das Licht im Freien bildet sich Vitamin D in der Haut, was die Einlagerung von Kalzium im Knochen fördert. Der Handlungsbedarf ist erheblich: Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung unterschreitet mehr als die Hälfte aller Männer und Frauen den Grenzwert zur empfohlenen Vitamin D-Konzentration im Blut.

Darüber hinaus können Spaziergänge dem Experten zufolge sogar antidepressiv wirken - vorzugsweise im Wald: Neben dem Eintauchen in die Natur werden unter anderem auch die ätherischen Öle, die hier in der Luft liegen, zur ganzheitlichen Entspannung genutzt. Durch die bessere Durchblutung komme es schon bei kurzen Strecken zu einer höheren Ausschüttung von Endorphinen, was Stimmung und Glücksempfinden ebenfalls zu Gute kommt. 

Rückwärtsgehen fördert die Gesundheit

Und wer aus dem Spaziergang ein Fitness-Training machen möchte, der kann zwischendurch beispielsweise Kniebeugen machen oder es einmal auf kurzen Strecken mit Rückwärtsgehen probieren. „Diese ungewöhnliche Gehvariante ist empfehlenswert, um Rücken- und Beinmuskulatur zu stärken“, so Schneider. „Die Koordination wird besonders geschult, das Zusammenspiel der Muskeln lässt sich gezielt verbessern. Die sonst übliche, immer gleiche Belastung des Körpers komplett geändert.“ Wichtig ist auch hierbei ein Training mit Maß und Ziel – insbesondere für Anfänger: „Besser erst einmal nur für ein paar Meter in den Rückwärtsgang gehen und dann Strecken und Tempo eventuell Schritt für Schritt etwas erweitern“, rät Schneider.

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