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Wie gesund ist Honig wirklich?

Dr. Karen Zoufal  |  12.11.2020

Honig wird oft als gesunde Alternative zu Zucker angepriesen. Hersteller verweisen dabei häufig auf seine gesundheitsfördernden Eigenschaften. Experten warnen dagegen vor dem hohen Zucker- und Kaloriengehalt. Wie gesund er wirklich ist, erläutert die Ernährungswissenschaftlerin Prof. Maya Vadiveloo von der Universität von Rhode Island in Kingston.

Honig ist ein Naturprodukt, doch es enthält nicht weniger Kalorien als Zucker.
Honig ist ein Naturprodukt, doch es enthält nicht weniger Kalorien als Zucker.
© iStock.com/Wojtek Skora

Honig ist reich an Antioxidantien wie Flavonoiden, die die Gesundheit fördern können. Kleinere Studien deuten an, dass die Antioxidantien des Honigs den Cholesterinspiegel verbessern können, was das Risiko für Herzerkrankungen reduzieren könnte. Deshalb wird Honig häufig als bessere Alternative zu raffiniertem Zucker angepriesen, insbesondere für Menschen mit Diabetes. Honig ist jedoch nur eine andere Form von Zucker und sollte laut Experten in Maßen konsumiert werden: Ein Esslöffel Honig enthält 64 Kalorien, aber keine Ballaststoffe, kaum Vitamine und nur sehr wenig Eiweiß.

"Zuckerzusätze sind definitiv etwas, das man unabhängig von der Quelle niedrig halten sollten", erklärt Vadiveloo. "Ganzheitlich gesehen würde ich nicht dazu raten, große Mengen zugesetzten Zuckers zu konsumieren – sei es aus Honig, Zucker, Ahornsirup oder Maissirup."

Honig hilft bei Husten

Trotzdem hat Honig einige medizinische Wirkungen. Untersuchungen zeigen, dass er sich für die Linderung von nächtlichem Husten bei Kindern eignet, allerdings nicht für Kinder unter einem Jahr. Aufgrund seiner antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften könne Honig der Ernährungswissenschaftlerin zufolge auch verwendet werden, um Wunden und Verbrennungen zu behandeln.

Dass Honig aus der Region die Symptome saisonaler Allergien lindert, wurde dagegen nicht durch Forschungsergebnisse bestätigt. Experten argumentieren, dass man gar nicht genau wissen kann, welche Pollenarten in einer bestimmten Honigcharge enthalten sind, und dass saisonale Allergien normalerweise durch Pollen von Unkraut, Bäumen und Gras verursacht werden – nicht von Blumen.

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