Capsaicin heißt die scharfe Verbindung, die in Chilischoten vorkommt. Sie bindet an Schmerzrezeptoren und gaukelt dem Körper Hitze vor, so dass man zu schwitzen beginnt. Auch wenn das beunruhigend klingt: Scharfes Essen bringt gesundheitliche Vorteile mit sich.

Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass Menschen, die gern scharf essen, davon gesundheitlich profitieren:
Aber können scharfe Speisen auch schaden? Die Ernährungswissenschaftlerin Jayna Metalonis rät, langsam zu beginnen, wenn man an scharfes Essen nicht gewöhnt ist. Auf die Frage nach Schäden durch zu scharfe Gewürze antwortete sie: „Für die meisten gesunden Menschen – selbst bei jenen, die an extremen Chili-Wettbewerben teilnehmen – stellt der Verzehr von sehr scharfen Speisen keine ernsthaften oder dauerhaften Gefahren für Ihre Gesundheit dar und erfordert in der Regel keine medizinische Behandlung.“
Es gibt aber auch Ausnahmen: Einige Schüler aus Kalifornien landeten mit Atembeschwerden im Krankenhaus, nachdem sie an der „Hot-Chip-Challenge“ teilgenommen hatten, bei der es darum ging, mit den schärfsten verfügbaren Chilischoten gewürzte Chips zu essen.
Für Menschen mit bestimmten Erkrankungen kann es besser sein, stark gewürzte Speisen zu vermeiden. Zu ihnen zählen Menschen mit entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn, Zöliakie, Magengeschwüren, Problemen mit der Gallenblase, Refluxkrankheit, Reizdarmsyndrom und Analfissuren.
Wähle aponet.de als eine bevorzugte Nachrichtenquelle bei Google und entdecke unsere aktuellen Gesundheitsnews häufiger in deinen News-Empfehlungen.
Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.
Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.
Im Fokus diesmal: Lithiumhaltige Nahrungsergänzungsmittel, Luftbelastung durch duftende Putzmittel…
aus Apotheke, Forschung und Gesundheitspolitik.
In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern