Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Warum Lippenherpes nicht jeden quält

Aktuelles

Profilausschnitt Frauengesicht Nase, Mund, Kinn, finger an den leicht geöffneten Lippen

Schon bevor man die ersten Bläschen sieht, macht sich Lippenherpes durch leichtes Brennen und Stechen bemerkbar.
© birgit79_111 - Fotolia

Mi. 18. September 2013

Warum nicht jeder Lippenherpes bekommt

Obwohl die meisten Menschen Viren, die Lippenherpes verursachen, in sich tragen, kommt die Krankheit nur bei jedem fünften zum Ausbruch. Warum nur einige unter den schmerzhaften Pusteln und Bläschen zu leiden haben, war bislang unklar. Forscher fanden jetzt heraus, dass die Ursache im Erbgut zu suchen ist.

Anzeige

Die Wissenschaftler aus Großbritannien und Deutschland analysierten hierfür tausende von Genen, um jene herauszufiltern, die dem Immunsystem helfen, die Viren unter Kontrolle zu halten. Durch die Untersuchung von Blutproben fanden sie anschließend heraus, dass bei Menschen mit Lippenherpes ein spezielles Gen mit dem Kürzel IL28b in veränderter Form vorliegt. Diese Mutation bedeute, dass die Immunabwehr des Körpers nicht in der Lage sei, adäquat auf die Viren zu reagieren, so dass die Krankheit ausbrechen könne, schreiben die Forscher online in der Fachzeitschrift PLoS ONE.

Darüber hinaus stehe das gefundene Gen mit einer weiteren Krankheit in Verbindung, stellen die Wissenschaftler fest. So scheint es dafür verantwortlich zu sein, wie gut Patienten mit Hepatitis C auf die Therapie ansprechen. Liegt die veränderte Form vor, schlägt die Behandlung offenbar weniger gut an. Dies sei ein weiterer Beweis dafür, dass eine einzelne genetische Mutation mit verschiedenen Viren in Zusammenhang stehen kann, schreiben die Wissenschaftler.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Poly-Pille senkt Blutdruck und LDL

Eine 4-in-1-Pille gegen Bluthochdruck und hohes Cholesterin könnte die Therapie verbessern.

Bewegungsmangel ist Gift für den Körper

Nach nur wenigen Tagen leidet die Gesundheit messbar.

Kein Haarausfall bei Chemotherapie

Forscher haben eine Möglichkeit gefunden, die gefürchtete Nebenwirkung der Chemotherapie einzudämmen.

Warum Schlafapnoe so gefährlich ist

Oft hängen nächtliche Atemaussetzer mit Bluthochdruck zusammen, der sich nur schwer behandeln lässt.

Herzinfarkt: Zögern ist gefährlich

Auch schleichend beginnende Beschwerden sind ein Notfall und müssen ernst genommen werden.

Vorurteile wirken sich auf Krebstherapie aus

Unverheiratete Patienten werden bei der Behandlung offenbar benachteiligt.

Warum wir zunehmen, wenn wir älter werden

Viele Menschen legen mit den Jahren an Gewicht zu, obwohl sie sich genauso ernähren wie zuvor.

Filter schützen vor Schlaganfall

Ein Filter, der in die Halsschlagader eingesetzt wird, schützt Patienten vor einem Schlaganfall.

Wie Hörgeräte die Gesundheit schützen

Ein unbehandelter Hörverlust kann Stürze, Depressionen und sogar Demenz nach sich ziehen.

Vegetarier haben ein gesünderes Herz

Wer auf Fleisch verzichtet, hat ein geringeres Risiko für eine Gefäßverkalkung.

Krebs tödlicher als Herz-Kreislauf-Leiden

In reichen Ländern ist Krebs mittlerweile die Todesursache Nummer eins.

Früher Tod durch süße Getränke?

Ab zwei Softdrinks täglich, egal ob mit Zucker oder Süßstoff, steigt das Risiko.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen