Abendmahl: EHEC-Infektion theoretisch möglich

EHEC könnte sich auch im Abendmahl-Wein aufhalten. Auf Anfrage der Pommerschen Evangelischen Kirche hat sich am Donnerstag das Robert-Koch-Institut zu Vorsichtsmaßnahmen angesichts einer möglichen Infektionsgefahr wegen EHEC geäußert:

Weinbecher und Oblate
Bis der EHEC-Ausbruch beendet ist, sollte auf das Eintunken der Oblate in den Wein verzichtet werden.
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"Es ist schwierig, das Risiko einer Übertragung von Enterohämorrhagischen Escherichia Coli Erregern (EHEC) durch das Abendmahl in evangelischen Kirchengemeinden einzuschätzen. Eine theoretische Übertragung des Erregers von EHEC-kontaminierten Händen beim Eintauchen der Oblate in den Wein und danach auf Dritte kann nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden. Zwar mag der Alkoholgehalt des Weines desinfizierend wirken, sicher ist dies aber nicht belegt. Neben der strikten Einhaltung der Händehygiene sollte unter dem Gesichtspunkt einer infektionshygienisch unbedenklichen Vorgehensweise derzeit auf das Eintunken der Oblate in den Wein durch die Gemeindemitglieder verzichtet werden. Bis der EHEC-Ausbruch beendet ist, sollte das Abendmahl besser durch Aufnahme der Oblate auf die Zunge und Trinken des Weins aus dem Becher erfolgen, da EHEC wohl nicht über den Speichel übertragen wird. Alternativ kann Wein auch aus Einmalbechern angeboten werden."

RKI/Pommersche Evangelische Kirche/JPL

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