ArzneimittelGesundheit

Arthrose-Risiko steigt bei allergischem Asthma und Neurodermitis

ZOU  |  30.03.2023

Menschen mit allergischen Erkrankungen wie Asthma oder atopischem Ekzem (Neurodermitis) scheinen häufiger an Arthrose zu erkranken. Das ergab die Auswertung von Versicherungsdaten und elektronischen Patientenakten von über 200.000 Menschen in den USA.

Junge Frau nutzt Asthmaspray.
Asthma ist ein weit verbreitetes Symptom im Zusammenhang mit Allergien.
© Wavebreakmedia/iStockphoto

Die Forschungsgruppe erfasste, wie häufig Menschen an Arthrose erkrankten. Über einen durchschnittlichen Zeitraum von acht Jahren lag die Wahrscheinlichkeit dafür bei Personen mit allergischem Asthma oder atopischem Ekzem um 58 Prozent höher als bei Personen ohne diese Erkrankungen. Das entsprach umgerechnet 27 im Vergleich zu 19 neuen Fällen bei je 100 Personen mit und ohne atopische Erkrankung innerhalb von zehn Jahren. Personen mit allergischem Asthma und Neurodermitis entwickelten sogar doppelt so häufig Arthrose wie Personen ohne allergische Erkrankung.

Personen mit allergischem Asthma hatten über einen Zeitraum von acht Jahren eine um 83 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit für Arthrose als Personen mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) – einer Lungenerkrankung, an der keine allergischen Signalwege beteiligt sind.

Aus einem weiteren Datensatz, in dem auch Angaben zum BMI enthalten waren, errechnete sich unter Berücksichtigung des BMI ein um 42 Prozent höheres Arthrose-Risiko für Patienten mit allergischem Asthma oder atopischem Ekzem und für Patienten mit beiden Erkrankungen ein um 19 Prozent höheres Risiko.

Die Forschenden halten es für möglich, dass Medikamente zur Verringerung allergischer Reaktionen auch das Arthrose-Risiko senken könnten. Denn immer mehr Forschungsergebnisse sprechen dafür, dass die Aktivierung bestimmter weißer Blutkörperchen (Mastzellen) und entzündliche Botenstoffe, die an allergischen Reaktionen beteiligt sind, möglicherweise auch eine Rolle bei der Entwicklung von Arthrose spielen. Die Ergebnisse veröffentlichte die Fachzeitschrift „Annals of the Rheumatic Diseases“.

Quelle: DOI 10.1136/ard-2022-223640

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