2025 erreichte die Zahl der Meldungen zu Arzneimittelrisiken einen Höchstwert. Im Fokus standen Qualitätsmängel und Nebenwirkungen.

Rekordjahr für Qualitätsmängel und Nebenwirkungen: Die Apotheken übermittelten im Jahr 2025 mehr als 11.000 Verdachtsmeldungen zu Arzneimittelrisiken an die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK). Das meldet die ABDA – Bundesvereinigung der Apotheker. Damit wurde der bisherige Höchstwert erneut übertroffen:
2024: 10.882 Meldungen
2023: 8.320 Meldungen
2025 entfielen rund zwei Drittel der Meldungen auf Qualitätsprobleme, ein Drittel auf unerwünschte Arzneimittelwirkungen (Nebenwirkungen). Die Apotheken meldeten zudem 624 Fehler bei Medikationen, 2024 waren das 348. Dagegen waren Verdachtsmeldungen zu Arzneimittelmissbrauch im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent rückläufig.
„Diese Zahlen belegen eindrucksvoll: Apothekerinnen und Apotheker können Qualitätsfragen von Arzneimitteln beurteilen, mögliche Anwendungsfehler identifizieren und zur Verträglichkeit der Arzneimitteltherapie beraten. Das ist eine zentrale Aufgabe der Apotheken vor Ort. Ohne Apotheken geht es nicht in der Arzneimittelversorgung,“ schlussfolgerte Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer und Mitglied der AMK.
Der Vorsitzende der AMK, Professor Dr. Martin Schulz, erklärte das Vorgehen der Arzneimittelkommission: „Wir bewerten und verarbeiten in der AMK die Meldungen der Apothekenteams und informieren wiederum selbst die Apotheken über relevante Risiken – seit mehr 50 Jahren.“ Im Jahr 2025 gab die AMK insgesamt 263 Risikoinformationen heraus.
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