Der Fuß

Der Fuß besteht aus nur 26 kleinen, nur ein Viertel Pfund wiegenden Knöchelchen. Sie tragen den Menschen ein Leben lang. Die Fußknochen haben eine Zugfestigkeit wie Eichenholz und sind so druckfest wie Metall.

Fußbad im Bach
© mauritius images

Muskeln, Sehnen und Bänder, mit den kleinen Knochen statisch optimal zusammengefügt, tragen dazu bei, dass der Mensch gut zu Fuß ist. Sieben der kleinen Knochen bilden die Fußwurzel, fünf Knochen den Mittelfuß, und die fünf Zehen bestehen aus 14 knöchernen Gliedern. Muskeln, Sehnen und Bänder unterspannen das Gerüst aus Knochen und halten es in Form wie starke Seile eine Hängebrücke.

Fußgewölbe auf drei Sockeln

Aus dieser anatomischen Konstruktion resultiert das Fußgewölbe, das sich auf drei Punkte stützt. Das sind hinten die Ferse und vorne die beiden "Köpfchen" unter der großen und kleinen Zehe. Drei Ruhepunkte also, von denen aus sich ein Längs- und ein Quergewölbe spannt.

Die Funktionen des Fußes können auf vielfältige Weise beeinträchtigt werden, besonders durch Arthritis und Arthrose. Im schlimmsten Fall zerstören diese die Gelenke und die Konstruktion des Fußes völlig. Andere häufige Ursachen nennt Privatdozent Dr. med. Bernd Fink, Oberarzt an der Orthopädischen Universitätsklinik in Hamburg, in einem Satz: "Wenn die auf dem Fuß liegende Belastung größer ist als seine Belastbarkeit, dann kommt es früher oder später zu Problemen".

Weicheres Bindegewebe bei Frauen

Zum Beispiel mit einem Spreizfuß, der sich bei Frauen schon ab 30 einstellen kann, weil bei ihnen die Bänder aus weicherem und nachgiebigerem Bindegewebe bestehen als bei Männern. Als Folge senkt sich das Quergewölbe des Fußes. Dies bereitet anderen Komplikationen den Weg, zum Beispiel Schmerzen unter den "Köpfchen" des Mittelfußknochens. Seltener als ein Spreizfuß bildet sich der Plattfuß, also eine Absenkung des Längsgewölbes.

Außerdem können sich mit der Zeit Krallenzehen und Hühneraugen bilden. Zudem kommt es nicht selten zum Hallux valgus, zur Ballenzehe und starken Verkrümmung der Großzehe. Mit Schienen und Keilen kann man anfangs versuchen, die Situation zu bessern. Später geht es nur noch operativ, indem beispielsweise Knochen durchtrennt, Teile davon entfernt und die Zehe wieder in die rechte Position gebracht wird. Es gibt viele Möglichkeiten, einen Fußkranken zu operieren.

Mit Stoßwellen gegen den Fersensporn

Beschwerden kann auch ein Fersensporn verursachen, wenn es an den Ansatzpunkten von Sehnen und Bändern zu Verknöcherungen kommt. Manchmal hilft da schon eine Einlage in den Schuh mit Weichbettung der Ferse oder die Stoßwellentherapie, mit der sonst Nierensteine zertrümmert werden.

Fast jeder, der ein wenig Sport treibt, hat schon mal einen Knacks am Fuß gehabt, sei es eine Reizung oder ein Riss der Achillessehne, eine Bänderdehnung oder gar einen Bänderriss. Früher hat man diese Rupturen vom Chirurgen nähen lassen, heute ist man mit operativen Eingriffen zurückhaltender und bevorzugt die konservative Therapie. Die Erfahrung lehrt, dass die Behandlungsergebnisse mit und ohne Operation annähernd gleich sind.

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