Ayurveda: Im Reinen mit sich selbst

Im Ayurveda – dem Wissen vom Leben – sind Gesundheit und Schönheit kein Geschenk des Himmels. Nein, jeder kann etwas dafür tun. Man kann dazu nach Indien reisen, aber es gibt auch Angebote in Deutschland, die leichter erreichbar sind.

Frau bekommt ayurvedischen Ölguss auf die Stirn
© Kzenon - Fotolia

Angenehmer Kräuterduft erfüllt den Raum. Warmes Sesamöl fließt auf die Beine und wird von zwei Masseurinnen gleichzeitig einmassiert. Langsam wandern ihre Hände über den Rücken zu den Schultern und wieder zurück. Die Entspannung aus Wärme und Berührung geht so tief, dass man alles um sich herum vergisst. Das ist wichtig beim Ayurveda, denn nach indischem Heilwissen gilt: Wer dauerhaft angespannt ist und sich falsch ernährt, bleibt nicht gesund. Durch Stoffwechselprozesse, Umwelteinflüsse und Stress lagern sich zu viele Gifte im Körper ab und verstopfen den inneren Energiefluss. Mit einer zwei- oder dreiwöchigen Ayurveda-Therapie kann man dagegen angehen.

Wichtig dabei ist, dass die drei "Doshas" Vata, Pitta und Kapha im Gleichgewicht sind, denn nur dann fühlen wir uns nach der ayurvedischen Lehre glücklich und gesund. Der Begriff Doshas steht für Lebensenergien. Um sie ins Gleichgewicht zu bekommen, beschränkt sich traditionelles Ayurveda nicht nur auf Massagen und Ölgüsse, sondern schließt verschiedene Verfahren ein – Ernährung, Darmsanierung, Kräuterpräparate, Meditation, Sport- und Yoga-Übungen.

Um eine Ayurveda-Kur zu machen, muss man nicht bis Indien reisen. Ayurveda wird an verschiedenen Orten in Deutschland angeboten, so etwa in Bad Wildstein in Traben-Trabach, im hessischen Birstein oder in Bad Ems. Neuerdings werden in einigen Kliniken auch stationäre Ayurveda-Heilbehandlungen angeboten, etwa in Rotthalmünster oder Berlin.

Narimaan Nikbakht

Kleines Ayurveda-Glossar

  • Pulsdiagnose: Zu Beginn einer Kur steht eine umfassende Diagnose. Der ayurvedische Arzt nutzt dazu alle seine Sinne: Er prüft Zunge, Fingernägel und Haut des Patienten, fühlt und riecht den Körper, tastet den Puls. Aus dem Pulsschlag ermittelt er den Zustand der drei Doshas Vata, Pitta und Kapha.
  • Panchakarma: Dies ist eine Entschlackungstherapie, die je nach Ausrichtung auf zehn bis 21 Tage festgelegt ist. Sie beginnt meist mit einigen Tagen intensiver innerer Reinigung. Statt Frühstück bekommt man ein Butterreinfett (Ghee) zu trinken. Eine spezielle Kost und eine Darmreinigung runden die erste Phase der Entgiftung ab.
  • Massagen: Sie sind für viele der beliebteste Teil der Ayurveda-Kur. Es gibt verschiedene Formen. Besonders angenehm ist "Abhyanga" – eine Ganzkörpermassage, bei der zwei Therapeuten gleichzeitig warmes Kräuteröl rhythmisch und synchron einmassieren.
  • Shirodhara: Beim Stirnölguss fließt ein kontinuierlicher, körperwarmer Ölstrahl auf Stirn und Schläfen. Die tief entspannende Behandlung dauert etwa 20 bis 30 Minuten.
  • Svedana: Kräuterdampfbad, bei dem der Patient in einem Holzkasten sitzt oder liegt, der den Kopf ausspart. Dabei erweitern sich die Gefäße, und Schweißdrüsen werden aktiviert.
  • Yoga und Meditation: Beides soll helfen, den Geist von negativen Gedanken und Gefühlen zu befreien. Aus ayurvedischer Sicht lagern sich sonst Gier, Neid und Eifersucht im Körper ab und wirken wie chemische Giftstoffe.
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