Stress

Als Stress bezeichnet man die Reaktion des Körpers auf verschiedene unspezifische Reize; er macht sich als erhöhte Anspannung bemerkbar und stellt eine wichtige Fähigkeit des Körpers dar, schnell auf erhöhte Anforderungen, aber auch auf Bedrohungen zu reagieren.

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen

Alles kann Stress auslösen: viel Arbeit, eine Krankheit, eine Geburt oder ein Todesfall, aber auch Umwelteinflüsse wie Lärm oder Gedränge. Ein immer häufiger genannter Stressor ist die vermeintliche Notwendigkeit, immer und überall für jeden erreichbar sein zu müssen, auf die mancher mit ständiger Alarmbereitschaft reagiert.

Was ist das? - Definition
Spitze Gegenstände, wie Messer, Scheren, Nadeln, können die Haut durchstechen und in der Tiefe des Gewebes zu großen Schäden führen. Das Eindringen großer Gegenstände (Hölzer, Eisenstangen) nennt man Pfählungsverletzung.

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen und deren Vermeidung
Die meisten Stichverletzungen sind Unfälle durch Unachtsamkeit. Vermieden werden können diese Verletzungen durch konsequente Beachtung von Sicherheitsvorschriften und Beseitigung von Gefahrenquellen. Verletzungen in Selbstmordabsicht (Suizid) und durch kriminelle Taten (Tötungsabsicht) sind ebenfalls möglich.

Wie sieht es aus? - Symptome und Merkmale
Das harmlose äußere Erscheinungsbild des kleinen Hautdefektes täuscht über die mögliche Schwere und Komplikationen in der Tiefe des Stichkanals. Oft steckt der Gegenstand noch in der Wunde. Die Wunde wird wenig nach außen bluten.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Entlang des Stichkanals können Schäden an Muskulatur, Nerven, Organen und Blutgefäßen entstehen. Große Mengen an Blut können sich in Körperhöhlen sammeln. Das in der Wunde steckende Stichwerkzeug (Messer, o.ä.) muss unbedingt in der Wunde belassen bleiben, da dadurch u.U. ein angestochenes Blutgefäß abgedichtet wird; das gilt auch für Pfählungsverletzungen. Der Verletzte hat häufig einen Schock. Durch das Eindringen von Keimen in den Stichkanal sind Infektionen möglich.

Was muss man tun? - Erste Maßnahmen und Verhaltenstipps
Als erstes den Rettungsdienst alamieren.
Um die Blutung zu stoppen, sollte die Stichwunde, wenn möglich, über Herzniveau gehalten werden, die Schwerkraft verringert so den Blutstrom. Ist das Stichwerkzeug außerhalb der Wunde, dann muss es mit zum Arzt gebracht werden, um die mögliche Tiefe der Verletzung abschätzen zu können. Zur weiteren Blutstillung wird das Wundpolster eines Verbandpäckchens auf die Stichwunde gelegt, bei einem Durchstich auch auf die Austrittswunde, und mit den Gängen der Mullbinde angepresst. Sollte die Blutung durch diesen Verband nicht gestoppt werden, wird über die Wunde zusätzlich ein Druckverband gebunden. Die Durchblutung der körperfernen Gebiete (Pulskontrolle, "Blauwerden" der Finger) und die Sensibilität ("Ameisenkribbeln) muss kontrolliert und ggf. der Verband gelockert werden. Das äußerst gefährliche Abbinden einer Extremität ist nur in extremen Einzelfällen notwendig und bei guter Versorgung mit einem Verband nicht notwendig. Steckt das Stichwerkzeug noch in der Wunde, so bleibt es dort, da es u.U. ein angestochenes Blutgefäß abdichtet. Eine eingeschnittene Kompresse und ein Ring aus einem Dreiecktuch, verbunden mit Pflasterstreifen, sichern das Stichwerkzeug. Schockbekämpfung.

Bearbeitungsstand: 20.01.2015

Quellenangabe:
Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Mediziner unterscheiden zwei Formen

  1. Eustress: kurzfristige Anpassung an erhöhte Anforderungen; diese Art von Stress steigert die Leistungsfähigkeit.
  2. Disstress: mangelnde Anpassung(sfähigkeit) an erhöhte Anforderungen; Dauerstress lähmt letztlich die Leistungsfähigkeit.

Wie macht er sich bemerkbar? - Symptome

Stress erhöht die Aufmerksamkeit und Reaktionsbereitschaft. Das ist das Gute an ihm. Mancher staunt im Nachhinein, was er durch die damit verbundene Adrenalin- und Cortisolausschüttung ganz schnell zu schaffen in der Lage war. Blutdruck, Puls und Muskelspannung steigen, um beispielsweise eine schnelle Fluchtreaktion zu ermöglichen.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen

Auf Dauerstress reagiert der Körper mit einer anhaltenden Ausschüttung der verschiedenen Botenstoffe. Ein ständig erhöhter Cortisolspiegel vermindert die Leistungsfähigkeit der körpereigenen Abwehr; die Infektionsgefahr steigt. Daneben greift das Hormon in den Zuckerhaushalt des Körpers ein; die Glucosetoleranz sinkt, der Blutzucker steigt und mit ihm das Körpergewicht und das Diabetesrisiko. Die Flut der Botenstoffe verschlechtert darüber hinaus die Schlafqualität. Dauerstress vermindert zunehmend die Stresstoleranz; geringste Auslöser führen nach und nach zu immer heftigeren Stressreaktionen des Körpers. Eine dauernd erhöhte Muskelspannung äußert sich häufig in Nacken- oder Rückenschmerzen.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen

Schilddrüsenüberfunktionen wie ein Morbus Basedow können ähnliche Beschwerden hervorrufen: Blutdruck und Puls steigen, die Betroffenen schwitzen stärker als gewöhnlich und verlieren an Gewicht, Zittern und Reizbarkeit können auftreten, der Nachtschlaf ist weniger erholsam als gewohnt.

Verhaltenstipps

Selbsterkenntnis: Wer oder was übt den Druck aus – ist man es
vielleicht selbst mit den eigenen hohen Ansprüchen? Dann ist es Zeit, diese einer gründlichen Überprüfung zu unterziehen.

Bewegung: Bewegung ist der beste Weg hinaus aus dem Hamsterrad, am besten eine ausdauernde. Dabei baut der Körper die Stresshormone wieder ab, und der Kopf wird frei für manch ordnenden Gedanken.

Schlafen: Regelmäßig und ausreichend schlafen! Leichter gesagt als getan? Auf den regelmäßigen Schlummertrunk sollte man verzichten, denn der bringt die Schlafarchitektur durcheinander. Baldrian, Hopfen und Melisse können – regelmäßig genommen – dabei helfen, das Gleichgewicht der Botenstoffe wiederherzustellen. Der Einsatz chemischer Schlafmittel sollte die Ausnahme sein.

Entspannung: Zum Beispiel autogenes Training, Yoga, progressive Muskelentspannung nach Jacobson, ein entspannendes Vollbad, beruhigende Musik, Meditation... Übrigens stellt sich der Körper fast von selbst auf den abendlichen Stressabbau ein, wenn man rechtzeitig die Bildschirme von Fernseher und/oder Computer ausschaltet und die Beleuchtung reduziert.
Ernährung: leichte Kost; „Nervennahrung“ wie Koffein, Alkohol oder Kohlenhydrat-Bomben sollte man weitgehend meiden, denn sie verstärken das Ungleichgewicht der Botenstoffe und damit den Stress.

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