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Ballaststoffe senken das Demenz-Risiko

ZOU  |  24.02.2022

Ballaststoffe verringern nicht nur den Cholesterinspiegel und tragen zu einem gesunden Darm bei: Wer sich ballaststoffreich ernährt, hat auch ein geringeres Risiko, später an Demenz zu erkranken, berichten japanische Forscher in der Fachzeitschrift „Nutritional Neuroscience“.

Schale mit Haferflocken, Bananen und Blaubeeren.

© Mariya Ovsiyuk/iStockphoto

Ein bis zu 25 Prozent geringeres Risiko für Demenz hatten diejenigen Studienteilnehmer, die am meisten Ballaststoffe zu sich nahmen. Das zeigt eine Auswertung der Ernährungsprotokolle von mehr als 3.700 Personen. Besonders deutlich war der Zusammenhang zwischen Demenz und der Aufnahme von löslichen Ballaststoffen ausgeprägt. Unter den ballaststoffhaltigen Lebensmitteln zeigten Kartoffeln, aber nicht Gemüse oder Obst, einen ähnlichen Effekt.

Verbindung zwischen Darm und Gehirn

Die Forscher spekulieren, dass der Zusammenhang durch Wechselwirkungen zwischen Darm und Gehirn zustande kommt: „Eine Möglichkeit ist, dass lösliche Ballaststoffe die Zusammensetzung der Darmbakterien regulieren. Diese Zusammensetzung könnte die entzündlichen Prozesse beeinflussen, die bei der Entstehung von Demenz eine Rolle spielen. Es ist auch möglich, dass Ballaststoffe andere Risikofaktoren für Demenz reduzieren, beispielsweise Körpergewicht, Blutdruck, Lipide und Glukosespiegel.“

Lösliche Ballaststoffe sind in Lebensmitteln wie Hafer und Hülsenfrüchten enthalten und haben günstige Auswirkungen auf die Darmflora. Aber auch unlösliche Ballaststoffe, die zum Beispiel in Vollkornprodukten und Gemüse vorkommen, sind wichtig für die Darmgesundheit. In vielen Ländern nehmen die Menschen heutzutage weniger Ballaststoffe als empfohlen zu sich. Die Forscher nehmen deshalb an, dass eine gesündere Ernährung mit vielen Ballaststoffen das Potential haben könnte, das Auftreten von Demenz zu reduzieren.

Die Teilnehmer waren zu Beginn der Studie gesund und zwischen 40 und 64 Jahre alt. Sie wurden knapp 20 Jahre nachbeobachtet, und es wurde untersucht, inwieweit sich die Ernährung derjenigen, die wegen Demenz pflegebedürftig wurden, von den anderen unterschied.

Quelle: DOI 10.1080/1028415x.2022.2027592

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