Bauchspeicheldrüsenkrebs

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  18.02.2026 00:00 Uhr

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine bösartige Tumorerkrankung, die oft erst spät erkannt wird, da sie lange keine Beschwerden verursacht. Symptome wie Oberbauchschmerzen, Gewichtsverlust, Übelkeit oder Gelbsucht treten meist erst im fortgeschrittenen Stadium auf. Die Erkrankung zeigt eine hohe Sterblichkeitsrate, da eine Heilung nur selten möglich ist.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine bösartige Tumorerkrankung der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), einem Organ im oberen Bauchraum. Die Bauchspeicheldrüse produziert Verdauungssäfte und Hormone wie Insulin. Die häufigste Krebsform ist das sogenannte Adenokarzinom. Da ein Tumor in der Bauchspeicheldrüse lange keine Beschwerden verursacht, wird die Erkrankung oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt.

Symptome/Verlauf

Im frühen Stadium macht Bauchspeicheldrüsenkrebs meist keine typischen Symptome. Beschwerden treten häufig erst auf, wenn der Tumor grösser wird oder sogar bereits Metastasen gebildet hat. Typisch sind Übelkeit und Erbrechen sowie starke Schmerzen im Oberbauch, die oft in den Rücken ausstrahlen, sowie ein deutlicher, unerklärlicher Gewichtsverlust. Befindet sich der Tumor im sogenannten Kopf der Bauchspeicheldrüse, kann er den Abfluss der Galle behindern. Dadurch entsteht eine Gelbsucht, bei der sich Haut und Augen gelblich verfärben. Oft kommt auch starker Juckreiz hinzu.

Folgen/Komplikationen

Die Sterblichkeit bei Bauchspeicheldrüsenkrebs ist insgesamt sehr hoch, denn nur selten wird die Erkrankung rechtzeitig für eine Operation entdeckt. Doch auch durch das Entfernen des Geschwürs kann der Erkrankte oft nicht geheilt werden, sondern man versucht damit meistens mögliche Komplikationen zu verhindern oder zu verzögern.

Ursachen/Risikofaktoren

Die genauen Ursachen für Bauchspeicheldrüsenkrebs sind nicht vollständig geklärt. Es gibt jedoch bekannte Faktoren, die das Risiko erhöhen können:

  • Rauchen
  • Chronische Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (chronische Pankreatitis)
  • starkes Übergewicht
  • Kontakt mit bestimmten Chemikalien (z. B. Asbest oder Benzol).

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Wenn der Tumor operativ entfernt werden kann, ist eine Operation die wichtigste Behandlung. In vielen Fällen wird ergänzend oder alternativ eine Chemotherapie eingesetzt, um Krebszellen zu bekämpfen und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.
Das kann man selbst tun: Wer länger anhaltende Beschwerden wie Oberbauchschmerzen oder unerklärlichen Gewichtsverlust bemerkt, sollte frühzeitig ärztlichen Rat suchen. Eine gesunde Lebensweise ohne Rauchen und gutem Gewichtsmanagement reduziert die Risikofaktoren. Bei bestehender Erkrankung sind eine gute Begleitung durch das Behandlungsteam sowie unterstützende Massnahmen im Alltag wichtig.

Quellenangaben:
Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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