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Coronavirus: Infektionen verlaufen oft mild

18.02.2020

Chinesische Forscher haben Zahlen zu der Lungenerkrankung Covid-19 veröffentlicht, die durch das neuartige Coronavirus ausgelöst wird. Sie zeigen, dass die meisten Infizierten nur leichte Symptome haben. Gefährlich wird die Erkrankung vor allem älteren Menschen und Patienten mit chronischen Grunderkrankungen.

Die meisten Coronavirus-Fälle sind nicht gefährlich.
In China sind mehr als 74.000 Personen mit dem neuen Coronavirus infiziert.
© LewisTsePuiLung/iStockphoto

Weltweit gibt es aktuell mehr als 75.000 bestätigte Fälle von Covid-19, und mehr als 2.000 Menschen sind an der Krankheit bislang verstorben. In einer chinesischen Fachzeitschrift für Epidemiologie ist jetzt eine Studie vom chinesischen Zentrum für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CCDC) erschienen, in der 72.314 bestätigte, vermutete, klinisch diagnostizierte und asymptomatische Fälle von COVID-19 in ganz China bis zum 11. Februar untersucht wurden.

Demnach verlaufen 80,9 Prozent der Infektionen mild, 13,8 Prozent schwer, und 4,7 Prozent werden als kritisch eingestuft. Unter Kindern im Alter von bis zu 9 Jahren gab es bislang keine Todesfälle. Bis zum 39. Lebensjahr ist die Sterblichkeitsrate mit 0,2 Prozent sehr niedrig, sie steigt aber mit dem Alter an und erreicht bei Menschen ab 80 Jahren 14,8 Prozent. Insgesamt lag die Sterberate unter 44.672 bestätigten Fällen bei 2,3 Prozent.

Chronisch kranke Patienten gefährdet

Stärker gefährdet sind vor allem Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch Diabetes, chronische Atemwegserkrankungen und Bluthochdruck erhöhen das Risiko.

Fast 86 Prozent der Erkrankten haben sich zumindest zeitweise in Wuhan aufgehalten, wo sich die Krankheit vermutlich von einem Fischmarkt, auf dem wildlebende Tiere verkauft wurden, ausgebreitet hat. Seit Ende Januar gelten dort strenge Reise- und Transportbeschränkungen, und es gibt erste Hinweise, dass sich die Erkrankungsrate in dieser am stärksten betroffenen Region abschwächt.

ZOU

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