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Covid-19: Guter Schutz nach drei Kontakten mit dem Virus

Lena Höppner  |  03.02.2022

Dreifach geimpft oder genesen mit zwei Impfungen: Nach drei Kontakten mit dem Spike-Protein des Coronavirus ist unser Immunsystem in der Lage, eine gute Antikörper-Antwort zu erzeugen. Diese schützt auch vor der Omikron-Variante, zeigt eine neue Studie von Münchner Forschern.

Arm mit einem Pflaster für jede Impfung
Drei Kontakte mit dem Spike-Protein sind für einen guten Schutz gegen das Corona-Virus nötig.
© Pusteflower9024/iStockphoto

Nach drei Kontakten mit dem Spike-Protein des Coronavirus, welches für den Eintritt in die menschliche Zelle nötig ist, baut das Immunsystem einen effektiven Schutz auf. Dies ist das Ergebnis einer im „Nature Medicine“ erschienene Studie aus München. In diesem Fall werden die neutralisierenden Antikörper nicht nur in ausreichender Menge, sondern auch in hoher Qualität gebildet. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass qualitativ hochwertige Antikörper das Virus stärker binden können und dann auch gegen Omikron besser schützen. Der Antikörper-Titer ist dabei nur von untergeordneter Bedeutung.

Dies ist der Fall bei:

  • Dreifach Geimpften ohne eine vorherige Infektion
  • zweifach geimpften Genesen mit der Omikron- oder Delta-Variante
  • zweifach Geimpfte nach einer Durchbruchsinfektion mit der Omikron- oder Delta-Variante

Das Corona-Virus ist sehr wandelbar und mutiert immer weiter. Dadurch wird es noch ansteckender und die Mutationen umgehen eine Antwort des Immunsystems zum Teil. So auch bei der derzeit dominierenden Variante Omikron. „Eine neue Erkenntnis aus unserer Studie ist, dass Menschen dreimaligen Kontakt mit dem Spike-Protein benötigen, damit es nach jetzigem Wissenstand zu einer sehr guten neutralisierenden Aktivität gegen alle VOC (Mutationen mit Besorgnis), inklusive Omikron, kommt“, so Professor Ulrike Protzer vom Institut für Virologie der Technischen Universität München.

Impfung ist wirkungsvoll

Die Studie entstand im Rahmen einer Kooperation der Ludwig-Maximilians-Universität, dem Helmholtz Zentrum und der Technischen Universität in München. Über einen Zeitraum von fast zwei Jahren untersuchten die Wissenschaftler knapp 170 Probanden. Diese teilten sie in zwei Gruppen: Erkrankte und Nicht-Erkrankte während der ersten Welle 2020. Später erfolgte eine Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer. Ihnen wurde regelmäßig Blut abgenommen, was es den Forschern ermöglichte, ihre Immunität abzuschätzen. „Die durch eine Impfung aufgebaute beziehungsweise verstärkte Immunität ist der Schlüssel zu einem effektiven Schutz vor künftigen Varianten des Virus. Aber auch eine Durchbruchsinfektion, so ärgerlich sie ist, erreicht den Effekt einer zusätzlichen Impfung“, schlussfolgern die Wissenschaftler.

Quelle: https://doi.org/10.1038/s41591-022-01715-4

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