Pflanzliche Kost steht im Fokus der Planetary Health Diet. In einer Langzeitstudie war sie auch mit einem geringeren Risiko für die chronische Nierenerkrankung verbunden.

Eine überwiegend pflanzliche Ernährung kann offenbar auch die Nieren entlasten. Darauf deutet eine Langzeitstudie hin, die im Canadian Medical Association Journal veröffentlicht wurde. Besonders Menschen, die sich an der EAT-Lancet Planetary Health Diet (kurz: Planetary Health Diet, PHD) orientierten, hatten ein geringeres Risiko für eine chronische Nierenerkrankung.
Die chronische Nierenerkrankung (CKD) entwickelt sich meist langsam und bleiben lange symptomarm. Umso wichtiger ist es, bekannte Risikofaktoren – darunter auch die Ernährung – frühzeitig zu berücksichtigen.
Die Studie wertete Daten von 179.508 Erwachsenen im Alter von 40 bis 69 Jahren aus der britischen UK Biobank aus. Die Teilnehmenden machten Angaben zu ihren Ernährungsgewohnheiten. Über einen Zeitraum von im Mittel zwölf Jahren entwickelten 4.819 Personen (2,7 Prozent) eine chronische Nierenerkrankung.
Das Ergebnis: Eine stärkere Orientierung an der EAT-Lancet-Ernährung ging mit einem geringeren CKD-Risiko einher. Studienautor Dr. Xianhui Qin schreibt dazu in einer Mitteilung zur Veröffentlichung: „Eine stärkere Einhaltung der EAT-Lancet-Planetary-Health-Ernährung war signifikant mit einem geringeren Risiko für das erstmalige Auftreten einer chronischen Nierenerkrankung verbunden.“
Die PHD ist eine überwiegend pflanzenbasierte Ernährungsweise, die sowohl der Gesundheit als auch der Umwelt Rechnung tragen soll. Grundlage ist ein täglicher Energiebedarf von etwa 2.400 Kilokalorien.
Im Mittelpunkt stehen:
Tierische Lebensmittel sind nicht ausgeschlossen, aber klar begrenzt:
Zusätzlich empfiehlt die PHD, zugesetzten Zucker und Fette deutlich zu begrenzen und überwiegend unverarbeitete oder nur minimal verarbeitete Lebensmittel zu wählen.
Das Autorenteam betont, dass viele Ernährungsformen gemeinsame Merkmale haben: viel Gemüse, Obst und Nüsse sowie wenig rotes Fleisch. Diese Bestandteile wurden bereits früher mit einem geringeren Risiko für Nierenerkrankungen in Verbindung gebracht. Ein besonderes Merkmal der PHD ist jedoch die gezielte Begrenzung von Zucker und Fett. Diese könne – so die Autorengruppe – Entzündungen und oxidativen Stress beeinflussen, Prozesse also, die auch die Nieren belasten können.
Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial einer pflanzenbetonten, ausgewogenen Ernährung als Ansatz zur Vorbeugung der chronischen Nierenerkrankung. Die EAT-Lancet-Ernährung bietet dafür einen klaren, alltagstauglichen Orientierungsrahmen.
Quelle: DOI 10.1503/cmaj.250457, EAT-Lancet Planetary Health Diet: DOI 10.1016/S0140-6736(25)01201-2
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