Dry January wirkt. Weniger Alkohol verbessert Schlaf, Gewicht und Blutdruck

Dr. Karen Zoufal  |  02.01.2026 10:03 Uhr

Zum Jahreswechsel fassen viele Menschen den Vorsatz, im Januar keinen Alkohol zu trinken – auch „Dry January“ - trockener Januar - genannt. Eine große Studie zeigt, wie die Trinkpause bei vielen Menschen zu spürbaren körperlichen und psychischen Verbesserungen führt.

Frau und Mann im Supermarkt vor dem Weinregal
Wer auf Alkohol verzichten möchte, findet mittlerweile eine große Auswahl verschiedenster alkoholfreier Getränke im Handel.
© Pressmaster/iStockphoto

Millionen Menschen machen weltweit mit

Der „Dry January“ ist eine Gesundheitskampagne, die 2013 in Großbritannien ins Leben gerufen wurde. Mittlerweile machen weltweit Millionen von Menschen dabei mit. Zu den Vorteilen, von denen Personen nach einem Monat Alkoholverzicht berichten, zählen:

  • besserer Schlaf
  • bessere Stimmung
  • Gewichtsverlust
  • eine gesündere Leberfunktion
  • niedrigerer Blutdruck
  • bessere Konzentrationsfähigkeit
  • mehr Energie

Auch bei Personen, die ihren Alkoholkonsum nur senken, finden sich schon Verbesserungen in diesen Aspekten. Das ergab die Studie mit über 150.000 Teilnehmenden, die in der Fachzeitschrift „Alcohol and Alcoholism“ veröffentlicht wurde.

Der „trockene Januar“ verbessert das Trinkverhalten oft nachhaltig

„Insgesamt ermöglicht der Dry January den Menschen, innezuhalten, zu reflektieren und ihr Verhältnis zu Alkohol zu überdenken – einschließlich der Auswirkungen auf ihr soziales Leben, ihre psychische und physische Gesundheit“, sagte Dr. Megan Strowger von der Universität Buffalo. Das hat häufig langfristige positive Folgen, denn viele trinken auch weiterhin weniger Alkohol. 

Digitale Anwendungen erhöhen die Erfolgschancen

Ein wichtiges Ergebnis der Studie war außerdem, dass Kampagnen-Tools wie die „Try Dry“-App und tägliche Erinnerungen per E-Mail oder SMS dazu führten, dass die Menschen den Monat deutlich häufiger alkoholfrei durchhielten. Ein besonderer Erfolg: Teilnehmende der Kampagne sind tendenziell jünger, weiblich, haben ein höheres Einkommen, sind akademisch gebildet und überdurchschnittlicher trinkfreudig. Das sei eine Gruppe, die normalerweise schwer zu erreichen ist, so die Forschenden.

Quelle: DOI 10.1093/alcalc/agaf057

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