Erstes Kind: Mehr Lebenssinn für Mütter, Zufriedenheit sinkt zunächst

Dr. Karen Zoufal  |  13.02.2026 09:37 Uhr

Wie verändert das erste Kind das Wohlbefinden? Eine Studie zeigt: Der Lebenssinn von Müttern wächst, doch es gibt Einbußen in anderen Bereichen.

Eine Frau hält ein Baby, ein Mann hat seine Arme um sie gelegt und lächelt das Kind an.
Mütter berichteten, dass ein Leben mit mehr Sinn zu führen. Gleichzeitig waren sie in den ersten Monaten weniger zufrieden mit der Partnerschaft.
© nd3000/iStockphoto

In einer niederländischen Studie wurden 161 Mütter nach der Geburt ihres ersten Kindes über ein halbes Jahr hinweg mehrfach zu ihrem Wohlbefinden befragt. Es ergab sich ein ambivalentes Bild: Der Übergang in die Mutterschaft ist eine glückliche und sinnstiftende Zeit, aber auch mit Einbußen in anderen Bereichen verbunden. Im Detail: 

Bdeutungsvolles Leben im Fokus

Wenige Monate nach der Geburt empfanden Mütter überwiegend das Gefühl, ein bedeutungsvolles Leben zu führen. Doch die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben und der Beziehung zum Partner sank. Das machte sich vor allem von der Schwangerschaft bis zum Zeitraum von zwei bis drei Monaten nach der Geburt bemerkbar. Danach stabilisierte sich das psychische Wohlbefinden. 

Das Babyverhalten beeinflusst Mütter enorm

Bei der genaueren Betrachtung von Dingen im Alltag, die sich besonders auf das Wohlbefinden auswirkten, stachen das Schlafen und Weinen der Babys heraus. Je besser ein Kind schlief, umso besser ging es der Mutter. Umgekehrt belastete häufiges Weinen die Mütter emotional stark.

Kein eindeutiges Plus oder Minus

Insgesamt kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass sich verschiedene Aspekte des Wohlbefindens in dem neuen Lebensabschnitt mit dem Kind unterschiedlich entwickeln. „Die Ergebnisse machen deutlich, wie wichtig es ist, verschiedene Aspekte von Wohlbefinden zu betrachten. Je nachdem, ob wir Stimmung, Sinnempfinden oder Zufriedenheit betrachten und ob wir globale Einschätzungen oder den Alltag messen, ergeben sich andere Erkenntnisse für das Wohlbefinden der Mütter“, erklärte Chau Tran von der Universität Tilburg in einer Mitteilung zur Studie.

Quelle: DOI 10.1037/pspp0000573

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