Wie verändert das erste Kind das Wohlbefinden? Eine Studie zeigt: Der Lebenssinn von Müttern wächst, doch es gibt Einbußen in anderen Bereichen.

In einer niederländischen Studie wurden 161 Mütter nach der Geburt ihres ersten Kindes über ein halbes Jahr hinweg mehrfach zu ihrem Wohlbefinden befragt. Es ergab sich ein ambivalentes Bild: Der Übergang in die Mutterschaft ist eine glückliche und sinnstiftende Zeit, aber auch mit Einbußen in anderen Bereichen verbunden. Im Detail:
Wenige Monate nach der Geburt empfanden Mütter überwiegend das Gefühl, ein bedeutungsvolles Leben zu führen. Doch die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben und der Beziehung zum Partner sank. Das machte sich vor allem von der Schwangerschaft bis zum Zeitraum von zwei bis drei Monaten nach der Geburt bemerkbar. Danach stabilisierte sich das psychische Wohlbefinden.
Bei der genaueren Betrachtung von Dingen im Alltag, die sich besonders auf das Wohlbefinden auswirkten, stachen das Schlafen und Weinen der Babys heraus. Je besser ein Kind schlief, umso besser ging es der Mutter. Umgekehrt belastete häufiges Weinen die Mütter emotional stark.
Insgesamt kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass sich verschiedene Aspekte des Wohlbefindens in dem neuen Lebensabschnitt mit dem Kind unterschiedlich entwickeln. „Die Ergebnisse machen deutlich, wie wichtig es ist, verschiedene Aspekte von Wohlbefinden zu betrachten. Je nachdem, ob wir Stimmung, Sinnempfinden oder Zufriedenheit betrachten und ob wir globale Einschätzungen oder den Alltag messen, ergeben sich andere Erkenntnisse für das Wohlbefinden der Mütter“, erklärte Chau Tran von der Universität Tilburg in einer Mitteilung zur Studie.
Quelle: DOI 10.1037/pspp0000573
Wähle aponet.de als eine bevorzugte Nachrichtenquelle bei Google und entdecke unsere aktuellen Gesundheitsnews häufiger in deinen News-Empfehlungen.
Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.
Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.
Im Fokus diesmal: Lithiumhaltige Nahrungsergänzungsmittel, Luftbelastung durch duftende Putzmittel…
aus Apotheke, Forschung und Gesundheitspolitik.
In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern