Viele Verbraucher glauben, dass Chips oder Snacks aus Roter Bete, Süßkartoffel, Mais, Linsen oder Erbsen gesünder seien als Kartoffelchips oder Erdnussflips. Weit gefehlt: Die Produkte enthalten oft zu viel Fett, Salz und Kalorien. So lautet das Fazit eines Nährwertchecks von 80 alternativen Gemüsechips und Knabberartikeln aus Getreide und Hülsenfrüchten, den die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen im Mai durchgeführt hat.

Knuspererbsen mit Paprikageschmack, Kichererbsen-Chips, Protein-Flips, Hirsebällchen oder Crunchy Triangles aus schwarzem Reis: In Supermärkten gibt es mittlerweile ein großes Angebot an Knabberwaren, die auf den ersten Blick gesünder erscheinen als klassische Kartoffelchips. Händler werben damit, dass die Produkte weniger Fett enthalten, reich an pflanzlichen Proteinen und Ballaststoffen sind und ohne Palmöl und Zucker hergestellt werden.
Ob dem tatsächlich so ist, hat die Verbraucherzentrale NRW genauer untersucht. Der kritische Blick richtete sich auf 80 Produkte von insgesamt 27 Herstellern. Hier ist das Ergebnis:
„Verbraucher sollten auf das gesunde Gemüse-Image bei den Alternativen zu herkömmlichen Chips und Snacks nicht hereinfallen", warnt Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW. Ein Blick auf die Nährwertangaben sei in jedem Fall lohnenswert. Um auf den ersten Blick zu erkennen, wie gesund ein verpacktes Produkt ist, fordert Schuldzinski die Einführung des Nutri-Score: ein farbiges, leicht verständliches Logo, das nach dem Ampel-System funktioniert.
NK
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