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Heuschnupfen: Die ersten Pollen fliegen

Katrin Faßnacht-Lee  |  28.01.2021

Der Winter ist für Pollenallergiker eine Zeit zum Durchatmen. Doch sobald die Temperaturen steigen, beginnen die ersten Bäume zu blühen und die Pollen zu fliegen. Die gute Nachricht: Der Start in diesem Jahr erfolgt später als im vergangenen. Dennoch sind Erle und Hasel mancherorts schon unterwegs.

Hasel mit Schnee bedeckt.
Frühblüher wie die Hasel können bei Allergikern schon zu Anfang des Jahres für Heuschnupfen sorgen.
© Stefan Rotter/iStockphoto

Bereits in der Weihnachtszeit fliegen in den Niederungen Süd- und Westdeutschlands vor allem in den Ballungsräumen immer häufiger schon erste kleine Mengen an Pollen von Hasel und Purpurerle, einer Art, die etwa vier Wochen vor den heimischen Erlen blüht. Während 2020 allerdings schon im Januar vielerorts höhere Pollenkonzentrationen gemessen werden konnten, sorgt die winterliche Wetterlage bisher weitgehend für "saubere Luft".

Erst in der dritten Januarwoche verstärkten mildere Luftmassen zuletzt die Blüte von Hasel und Erle. "In kühleren Gegenden, also weiter nach Osten und Norden können die Purpurerlen in ihrer Entwicklung etwas hinterherhinken und erst jetzt zur Vollblüte schreiten", erläutert Matthias Werchan von der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst. "Ansonsten weitet sich ganz allmählich die Blüte der Hasel in den Niederungen Deutschlands aus und der Pollenflug kann sich verstärken." Der erneute Kälteeinbruch in der vergangenen Woche mit vielen Niederschlägen sorgte allerdings auch dafür, dass die Haselblüte in höheren Lagen weiterhin im Winterschlaf verharrt.

Regen und Schnee halten die Luft sauber

Für die kommende Woche sind klare Prognosen laut Werchan kaum möglich. Zwar sind Haselsträucher in tieferen Regionen durchaus blühbereit und auch die Schwarzerle könnte bei milden Temperaturen etwa im Südwesten die eigentliche Erlenpollensaison einleiten. "Mit sehr viel Betrieb in der Luft ist, insbesondere aufgrund der anhaltend nassen Witterung, jedoch noch nicht zu rechnen. Generell sind eine hohe Luftfeuchte nahe 100 Prozent und Regenfälle hinderlich für die Pollenfreisetzung", erklärt der Landschaftsökologe.

Welche Pollen dieses Jahr besonders viele Probleme bereiten werden, ist schwer abzuschätzen. "In Zeiten des Klimawandels verändern sich die typischen Muster. Mastjahre, in denen Bäume besonders stark blühen, können häufiger auftreten als noch vor 30 Jahren", erklärt der Experte. Dennoch wagt er eine Prognose: "Ich persönlich tippe auf eine im Vergleich zum Vorjahr stärkere Erlenpollensaison, aber eine schwächere Hasel- und Birkenpollensaison. Das ist aber ohne Gewähr."

Tipp: Viele weitere Infos und Pollenvorhersagen gibt es bei der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst. Produkte zur Linderung typischer Heuschnupfensymptome wie Fließschnupfen oder juckende Augen gibt es in Ihrer Apotheke vor Ort.

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