Ischialgie

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  19.03.2026 00:00 Uhr

Eine Ischialgie, umgangssprachlich auch Ischias-Schmerzen oder einfach nur Ischias, ist ein Schmerz, der entlang des Ischiasnervs verläuft. Dieser Nerv zieht vom unteren Rücken über das Gesäss bis in die Beine. Wird er gereizt oder eingeklemmt, entstehen stechende oder brennende Schmerzen, die oft bis in den Fuss ausstrahlen.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Bei der Ischialgie handelt es sich um eine Reizung des Ischiasnervs. Der Schmerz beginnt meist im unteren Rücken und zieht über das Gesäss in ein Bein. Häufig ist nur eine Seite betroffen. Die Beschwerden können plötzlich auftreten oder sich langsam entwickeln. Typisch ist eine deutliche Einschränkung der Beweglichkeit, besonders beim Bücken oder Drehen.

Symptome/Verlauf

Die Schmerzen können stechend, brennend oder elektrisierend sein. Oft verstärken sie sich beim Sitzen oder Husten. Manche Betroffene berichten über Taubheitsgefühle oder Kribbeln im Bein. Der Verlauf ist unterschiedlich. Bei manchen bessern sich die Beschwerden innerhalb weniger Tage, bei anderen dauert es länger. Zu den Warnsignalen zählen eine zunehmende Schwäche im Bein oder Probleme beim Gehen.

Folgen/Komplikationen

Unbehandelt kann eine Ischialgie zu anhaltenden Schmerzen führen. In seltenen Fällen kommt es zu einer deutlichen Schwäche einzelner Muskeln. Sehr selten treten Störungen beim Wasserlassen oder Stuhlgang auf. Diese Zeichen erfordern sofortige ärztliche Hilfe, da sie auf eine ernste Nervenbeeinträchtigung hinweisen können.

Ursachen/Risikofaktoren

Zu den häufigen Auslösern zählen Bandscheibenprobleme oder Verspannungen im unteren Rücken. Auch Fehlhaltungen oder langes Sitzen können den Nerv reizen. Wichtige Risikofaktoren sind:

  • Schwache Rückenmuskulatur
  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • ungünstige Hebetechnik

Manchmal entsteht die Ischialgie auch ohne klar erkennbare Ursache.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er setzt meistens entzündungshemmende Wirkstoffgruppen ein. Zudem empfiehlt er gezielte Übungen und gegebenenfalls Physiotherapie.
Das kann man selbst tun: Vorsichtige Bewegungen, Wärme und Entlastung unterstützen die Linderung. Grenzen bestehen, wenn Taubheit, Muskelschwäche oder starke Schmerzen auftreten. Dann ist ärztliche Abklärung notwendig.

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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