BeratungGesundheit

Krebstherapie: Nebenwirkungen mildern

Peter Erik Felzer  |  15.02.2021

Übelkeit durch die Chemotherapie, starke Schmerzen, Erschöpfung oder Haarausfall: Viele Menschen fürchten nicht nur die Krebserkrankung selbst, sondern auch die Nebenwirkungen, die mit der Therapie einhergehen können. Gegen vieles lässt sich aber etwas tun.

Krebspatientin, wird von hinten von einer älteren Frau umarmt, beide lächeln.
Es eine Reihe von Möglichkeiten, um unerwünschte Folgen einer Krebsbehandlung zu lindern.
© Motortion/iStockphoto

Die gute Nachricht: Krebspatienten vertragen ihre Therapie heutzutage oft besser als noch vor zehn oder zwanzig Jahren. Zum einen wirken die modernen Behandlungsmethoden zielgerichteter auf den Tumor. Zum anderen gibt es Medikamente undunterstützende Therapieformen, mit denen sich belastende Begleiterscheinungen lindern oder sogar vermeiden lassen. Diese Maßnahmen kommen zusätzlich zur eigentlichen Krebsbehandlung zum Einsatz. Deswegen heißen sie in der Fachsprache "supportive Therapien". "Supportiv" bedeutet unterstützend.

Diese supportiven Therapien durchlaufen die gleichen strengen Forschungs- und Zulassungsverfahren wie jedes andere Medikament. Ihre Wirksamkeit haben klinische Studien untersucht und bestätigt. Damit unterscheiden sie sich von vielen sogenannten komplementären Krebstherapien. Auch sie kommen ergänzend zur eigentlichen Behandlung zum Einsatz, um den Tumor zu bekämpfen. Doch den komplementären Verfahren fehlt mitunter ein überzeugender Nachweis in der klinischen Praxis.

Wichtige unterstützende Therapien

Viele Krebspatienten leiden unter Übelkeit und Erbrechen. Beides tritt vor allem während einer Chemotherapie auf. Dagegenkommen Medikamente aus der Gruppe der sogenannten Antiemetika zum Einsatz. Ärzte wissen heute: Nehmen Patienten diese bereites vor Beginn der Behandlung ein, lassen sich die sehr belastenden Nebenwirkungen im besten Fall sogar komplett verhindern.

Eine Chemo- oder Strahlentherapie reizt die Haut oft stark und trocknet sie aus. Hier bieten sich zunächst spezielle Gele und Cremes aus der Apotheke an. Diese enthalten zum Beispiel Harnstoff (Urea), Panthenol oder Aloe vera. Bei Bedarf wendet der Arzt weitere Therapien an. Oft entzünden sich während der Therapie auch die Schleimhäute. Als Einstieg in die Behandlung gibt es in der Apotheke spezielle Mundgele etwa mit  Gerbstoffen, Hyaluronsäure oder bei Bedarf auch mit Lidocain oder Polidocanol.. Sie legen sich wie ein Film auf die betroffenen Stellen und schützen auf diese Weise.

Hinter dem Fachbegriff Fatigue verbirgt sich eine weitere oft auftretende Nebenwirkung der Behandlung. Es handelt sich um anhaltende Erschöpfung und Müdigkeit. Die Therapie fällt oft nicht leicht. Eine Möglichkeit: ein spezielles Sport- und Bewegungstraining, das der Arzt auf den Patienten abstimmt.

Ratgeber für Patienten

Eine Übersicht der zugelassenen supportiven Therapien bietet eine Zusammenstellung der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe an. Diese lässt sich unter www.t1p.de/leitlinie-supportive-therapie  herunterladen. Dort finden Sie viele Tipps und eine Auflistung von Selbsthilfegruppen.

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