Die Fälle einer Leukämie, auch bekannt als Blutkrebs, stiegen seit 1990 bis zum Jahr 2021 um 28 Prozent an. Das zeigt eine Analyse, die Daten aus 204 Ländern über 30 Jahre abbildet. Bei zwei Altersklassen war die Erkrankung am häufigsten aufgetreten: Bei Kindern zwischen null und vier Jahren oder Menschen ab 70.
Wer hat ein erhöhtes Risiko?
Die häufigsten Risikofaktoren für die Entwicklung einer Leukämie waren
Im westlichen Europa ist Rauchen der größte Risikofaktor. Das könnte ein weiteres Argument für einen Rauchstopp sein.
Weniger Belastung trotz gestiegener Fallzahlen
Bemerkenswert war, dass die Lebensjahre mit der Krankheit (DALYs, disability-adjusted life years) im Gegensatz zu den steigenden Fallzahlen um 16,2 Prozent gesunken waren. Diese sind ein Maß für die Krankheitsbelastung: Eine höhere Zahl spricht für eine längere Beeinträchtigung sowie für ein frühes Sterben der Betroffenen. DALYs werden aus mehreren Faktoren wie der Erkrankungsdauer, Mortalität und Lebenserwartung ermittelt.
Fortschritt in der Therapie
Eine Erklärung für weniger DALYS könne der Fortschritt in den Therapieoptionen sein, heißt es in der Studie. Gesichert sei dies jedoch nicht. Erwartet wurde zudem, dass die DALYs bei steigendem Entwicklungsstand des Landes sinken. Dieser Zusammenhang konnte in der Analyse aber nicht bestätigt werden.
Quelle: DOI 10.1002/mdr2.70036