Lohnt es sich bei Asthma, Luftfilter und Küchen- sowie Badezimmer-Lüftungen zu nutzen? Beobachtungsstudien- und Umfragedaten von fast 1.600 Erwachsenen aus Texas mit Asthma sprechen dafür. Darin waren Informationen zu Haushalt und Umwelt enthalten. Hinsichtlich der Asthma-Erkrankung betrachtete das Team die Häufigkeit von Anfällen, weitere Symptome, Schlafprobleme und geringere Aktivität durch die Krankheit.
Rauchen, Lüftung, Luftfilter, Schimmel, Tiere mit Fell: Faktoren für Asthma
Das Forschungsteam fand in den Daten Zusammenhänge: Wer rauchte, keine Lüftung in Küche bzw. Bad hatte oder auf Luftfilter verzichtete, hatte ein höheres Risiko für eine stärkere Krankheitsbelastung. Ein geringeres Risiko dafür hatten darüber hinaus Menschen, die in Haushalten ohne Schimmel, Haustiere mit Fell oder Nagetiere wie Ratten lebten.
Schmutzigere Luft in Innenräumen als im Freien
Besonders ältere Gebäude, Wohnwägen und Mehrfamilienhäuser hätten Probleme mit übermäßiger Feuchtigkeit und Schädlingen, erklärte Alexander Obeng von der Texas A&M University School of Public Health in einer Mitteilung zur Studie. Er betonte: „Erwachsene verbringen bis zu 90 Prozent ihrer Zeit in Innenräumen, wo die Luft tatsächlich schmutziger sein kann als im Freien.“
Gute Nachricht: Konkrete Schritte möglich, mit Asthma besser zurechtzukommen
Obeng weiter: „Das Zuhause angemessen anzupassen, könnte Erwachsenen mit Asthma dabei helfen, mit ihrer Krankheit effektiver umzugehen.“ Denn: „Die gute Nachricht ist, dass wir Schritte unternehmen können, um besser mit Asthma zurechtzukommen – indem wir Luftfilter verwenden, drinnen aufs Rauchen verzichten und Staub sowie Tierallergene möglichst verringern.“ Das Forschungsteam empfahl etwa, Mieter und Benachteiligte bei der Anschaffung von Lüftungen und Luftfiltern zu unterstützen sowie medizinisches Fachpersonal besser zu informieren.
Quelle: DOI 10.3390/atmos17010058