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Lungenkrebs: Mehr Risikofaktoren als nur Rauchen

ZOU  |  24.01.2022

Lungenkrebs ist weltweit die tödlichste Krebsart. 90 Prozent der Todesfälle könnten laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vermieden werden, wenn kein Tabak mehr konsumiert würde. Aber nicht alle, denn es gibt weitere Risikofaktoren.

Ärztin, begutachtet Röntgenbilder.
Eine Röntgenuntersuchung kann einen ersten Hinweis auf Lungenkrebs geben, dieser muss jedoch durch eine Biopsie gesichert werden.
© Ivan-balvan/iStockphoto

Raucher tragen deutlich das höchste Risiko, an Lungenkrebs zu versterben. Trotzdem kann Lungenkrebs auch bei Menschen auftreten, die keinen Tabak konsumieren: „Das ist eines der Missverständnisse. Obwohl Tabakkonsum eindeutig der größte Risikofaktor für die Entwicklung von Lungenkrebs ist, gibt es viele andere Risikofaktoren und auch solche, die wir noch nicht kennen. Alles, was Sie brauchen, um ein Lungenkrebsrisiko zu bekommen, ist eine Lunge“, sagte Dr. Aaron Mansfield, Onkologe an der Mayo Clinic in Rochester (Minnesota). Weitere bekannte Risikofaktoren sind zum Beispiel Auch „rauchloser“ Tabakkonsum und Passivrauchen sowie Lungenkrebs in der Familie und krebsauslösende Stoffe wie Radon-Gas und Asbest.

Lungenkrebs wird häufig erst spät bemerkt, denn Symptome wie Kurzatmigkeit und Brustschmerzen können mit einer Atemwegsinfektion verwechselt werden. Anhaltender Husten, Bluthusten, Gewichtsverlust, Knochen- und Kopfschmerzen können ebenfalls Symptome von Lungenkrebs sein.

„Bei vielen meiner Patienten wurde zunächst eine Lungenentzündung diagnostiziert. Sie haben mehrmals Antibiotika erhalten, die nicht hilfreich waren. Sie kommen zu uns, wenn sich eine Struktur auf einem Röntgenbild des Brustkorbs, die für eine Lungenentzündung gehalten wurde, nicht besserte“, sagte Mansfield. Um eine genaue Diagnose zu erhalten, wird dann meist eine Gewebeprobe entnommen (Biopsie).

Rauchstopp lohnt sich immer

Dr. Taylor Hays, Internist und stellvertretender Direktor des Mayo Clinic Nicotine Dependence Center, rät zum Rauchstopp: „Selbst, wenn Sie in den 60ern oder 70ern sind, wissen wir, dass Sie durch das Aufhören mit dem Rauchen Jahre an Lebenszeit gewinnen und die chronischen gesundheitlichen Auswirkungen und Symptome, die durch das Rauchen entstehen, reduzieren. Sogar Menschen, die an chronischer Bronchitis und anderen Erkrankungen gelitten haben, sehen innerhalb von Monaten bis Jahren eine deutliche Verringerung der Kurzatmigkeit und anderer Symptome und manchmal sogar einen kompletten Rückgang. Wenn Sie rauchen, sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt über Methoden, die Ihnen helfen, mit dem Rauchen aufzuhören.“

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