Meniskusverletzung

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  06.01.2026 00:00 Uhr

Im Kniegelenk befinden sich der Innen- und Aussenmeniskus. Sie verbinden den Ober- und Unterschenkel miteinander verbinden. Die Menisken verhindern, dass beim Gehen Kräfte auftreten, die den Knorpel überlasten und sogar schädigen können und haben zudem eine stabilisierende Funktion. Eine Meniskusverletzung entsteht durch plötzliche Drehbewegungen oder langfristige Abnutzung und kann Schmerzen sowie Bewegungseinschränkungen verursachen.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Ein Meniskus wirkt wie ein Stossdämpfer im Knie. Wird er verletzt, kann das Gelenk seine Belastungen nicht mehr optimal ausgleichen. Betroffene spüren oft Schmerzen bei Dreh oder Beugebewegungen. Je nach Art der Verletzung kann der Meniskus einreissen oder sich abnutzen. Akute Schäden treten häufig bei Sportarten mit schnellen Richtungswechseln auf, während chronische Veränderungen eher im höheren Alter vorkommen.

Symptome/Verlauf

Typisch sind belastungsabhängige Schmerzen und ein Gefühl von Blockierung oder Instabilität. Manche Betroffene berichten über ein Knacken im Knie. Der Verlauf hängt von Art und Ausmass der Verletzung ab. Häufige Merkmale sind:

  • Schmerzen bei Drehbewegungen
  • Schwellung des Kniegelenks
  • eingeschränkte Beweglichkeit
  • Blockierungs- oder Instabilitätsgefühl

Folgen/Komplikationen

Unbehandelt kann eine Meniskusverletzung zu dauerhaften Gelenkproblemen führen. Das Risiko für frühzeitigen Gelenkverschleiss steigt, da der Meniskus seine Schutzfunktion nicht mehr erfüllt. Wiederkehrende Schmerzen und Bewegungseinschränkungen können den Alltag beeinträchtigen. In schweren Fällen kann es zu dauerhaften Schäden am Knorpel kommen.

Ursachen/Risikofaktoren

Ursachen sind oft plötzliche Drehbewegungen des Kniegelenks, besonders bei Sportarten wie Fussball oder Tennis. Auch altersbedingte Abnutzung spielt eine grosse Rolle. Risikofaktoren sind mangelnde Muskelstabilität, frühere Knieverletzungen und hohe körperliche Belastung. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit für degenerative Veränderungen des Meniskus.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er untersucht das betroffene Knie und kann je nach Befund Physiotherapie empfehlen oder bei Bedarf operative Massnahmen erwägen.
Das kann man selbst tun: Das betroffene Knie schonen, kühlen und die Muskulatur gezielt stärken. Grenzen bestehen, wenn starke Schmerzen, Blockierungen oder anhaltende Einschränkungen auftreten. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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