Palmkohl: Nährstoffreiches Gemüse wiederentdeckt

pta-Forum  |  20.01.2026 08:00 Uhr

Palmkohl ist mild im Geschmack und reich an Vitaminen. Warum das toskanische Kohlgemüse so gesund ist und wie man es zubereitet.

Draufsicht auf eine Schüssel mit Ribollita, toskanischer Gemüsesuppe mit Palmkohl und Brot. Daneben ein Löffel und einige Blätter des Palmkohls.
Ribollita: Toskanische Palmkohl-Suppe mit Brot und anderem Gemüse.
© Olga Mazyarkina/iStockphoto

Palmkohl feiert sein Comeback – und bringt dabei jede Menge gesunde Inhaltsstoffe mit. Das traditionsreiche Gemüse aus Italien überzeugt mit mildem Geschmack, wertvollen Nährstoffen und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten in der Küche. Eine spannende Alternative für alle, die ihren Speiseplan abwechslungsreich gestalten möchten.

Ein Kohl mit langer Tradition

Palmkohl, auch Schwarzkohl oder Cavolo Nero genannt, ist eine Variante des Grünkohls und vermutlich seine ursprüngliche Form. In Deutschland war er bis ins 19. Jahrhundert verbreitet, geriet dann aber in Vergessenheit. In Italien, vor allem in der Toskana, ist Palmkohl dagegen seit Jahrhunderten fester Bestandteil der Küche. Besonders bekannt ist er als Zutat der traditionellen Gemüsesuppe Ribollita, einem einfachen, nahrhaften Gericht aus regionalen Zutaten wie Bohnen, Gemüse und Brot.

Mild im Geschmack, stark in den Nährstoffen

Im Vergleich zu klassischem Grünkohl schmeckt Palmkohl deutlich milder, ist aber ebenso nährstoffreich. Schon in der Antike wurde er geschätzt. Besonders hervorzuheben ist sein hoher Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Er enthält:

Inhaltstoffe des Palmkohls

  • Vitamin C (rund 100 mg pro 100 g, etwa doppelt so viel wie in Orangen) – wichtig für das Immunsystem
  • B-Vitamine – unterstützen den Energiestoffwechsel
  • Vitamin K – relevant für Blutgerinnung und Knochengesundheit
  • Mineralstoffe wie Calcium, Kalium, Magnesium und Eisen – wichtig für Muskeln, Nerven und Knochen
  • Carotinoide wie Betacarotin sowie Lutein und Zeaxanthin – bedeutsam für die Augengesundheit
  • Omega-3-Fettsäuren – unterstützen Augen, Herz, Gehirn und Gelenke
  • Ballaststoffe – fördern die Verdauung und helfen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren

Dank dieser Zusammensetzung kann Palmkohl zu einer ausgewogenen, gesundheitsbewussten Ernährung beitragen. Menschen mit Blutgerinnungsstörungen sollten wegen des hohen Vitamin-K-Gehalts größere Mengen dunkelgrüner Kohlsorten allerdings nur nach ärztlicher Rücksprache verzehren.

Schonend zubereitet schmeckt er am besten

Palmkohl ist vielseitig einsetzbar – etwa in Suppen, Eintöpfen, Pasta, Quiches, Salaten oder als Gemüsebeilage. Nach dem Einkauf hält er sich mehrere Tage im Kühlschrank. Um möglichst viele Nährstoffe zu erhalten, sollten die Blätter nur kurz blanchiert, gedünstet oder dampfgegart werden, idealerweise drei bis fünf Minuten So können die Blätter übrigens auch eingefroren werden. Die etwas zähen Mittelstränge sollten dabei vorher entfernt werden. Kleine, zarte Blätter können im Ganzen verwendet werden. Anschließend können die Blätter beispielsweise in schmale Streifen geschnitten und weiterverarbeitet werden.

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