Darmkrebs kann auch Menschen unter 50 Jahren treffen, die noch keinen Anspruch auf Früherkennungsuntersuchungen haben. Darauf weist das Amercian College of Surgeons hin und nennt Symptome, die besser abgeklärt werden sollten.
Darmbeschwerden bei jüngeren Menschen leicht fehlinterpretiert
„Wenn jüngere Menschen wegen Darmbeschwerden ärztliche Hilfe suchen, werden diese Symptome oft fälschlicherweise Hämorrhoiden oder Verstopfung zugeschrieben und konservativ behandelt“, sagte Dr. Marylise Boutros von der Cleveland Clinic in Florida.
Mehr Menschen unter 54 Jahren mit Darmkrebs
Die Raten von Darmkrebs bei jüngeren Menschen steigen jedoch an: Laut der Amerikanischen Krebsgesellschaft wird heute etwa jeder fünfte Darmkrebsfall bei Menschen unter 54 Jahren diagnostiziert, vor 30 Jahren war es noch etwa jeder Zehnte. Deshalb kann es lebensrettend sein, die oft subtilen Symptome von Darmkrebs zu kennen und sich im Zweifelsfall untersuchen zu lassen. Dazu zählen:
Darmkrebs-Symptome, die auch jüngere Menschen ernst nehmen sollten
- anhaltende Stuhlveränderungen wie Verstopfung, Durchfall oder dünner Stuhl
- das Gefühl, dass sich der Darm nicht vollständig entleert
- rektale Beschwerden: Sie können Anzeichen einer Entzündung sein.
- Blut im Stuhl: Hellroter oder dunkler, teerartiger Stuhl oder Schleimbeimengungen können auf Blutungen im Magen-Darm-Trakt, im Dickdarm oder im Enddarm hinweisen.
- allgemeine gesundheitliche Veränderungen: Unerklärlicher Gewichtsverlust, Müdigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen können Anzeichen für eine Magen-Darm-Erkrankung sein
- familiäre Vorbelastung: Für Menschen mit Darmkrebs in der Familie oder Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa ist möglicherweise schon vor dem Alter von 50 Jahren eine Früherkennungsuntersuchung sinnvoll. Während einer Darmspiegelung (Koloskopie) können auch Krebsvorstufen entfernt werden.