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Gefährliche Erreger profitieren vom Klimawandel

04.08.2017

Die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Verbreitung von Infektionskrankheiten könnten größer sein, als bisher gedacht. Zu diesem Ergebnis kommen britische Wissenschaftler nach Auswertung von Daten zu 100 häufigen Krankheitserregern bei Menschen und der gleichen Zahl bei Nutztieren.

Durch den Klimawandel können sich viele Erreger leichter vermehren und ausbreiten.
Die globale Erwärmung beeinflusst nicht nur das Klima, sondern auch die Ausbreitung von Infektionskrankheiten.
© piyaset - Fotolia.com

Bakterien, Viren und Parasiten: Sie alle haben spezielle Bedingungen, unter denen sie sich besser oder schlechter vermehren und ausbreiten. Wie sie auf den Klimawandel reagieren könnten, haben Forscher der University of Liverpool untersucht. Wie sie im Fachblatt Scientific Reports berichten, sind zwei Drittel der untersuchten Erreger sensibel gegenüber dem Klima. Von diesen reagieren wiederum zwei Drittel sensibel auf mehr als einen Einflussfaktor, zu denen etwa Feuchtigkeit, Regen und Temperatur zählen. Am stärksten davon betroffen seien Krankheiten, die über Insekten oder Zecken übertragen werden, gefolgt von Krankheiten, die sich über Boden, Wasser oder Nahrungsmittel verbreiten. Krankheitserreger, bei denen besonders viele Einflussfaktoren eine Rolle spielen, sind die Erreger der Cholera, Vibrio cholerae, der Große Leberegel, Fasciola hepatica, der Milzbrand-Erreger Bacillus anthracis sowie Borrelia burgdorferi, das die Lyme-Borreliose verursacht.

Es gebe immer mehr Hinweise darauf, dass der Klimawandel die Verbreitung mancher Krankheiten begünstigen könnte. In einigen Fälle könne dies zu Epidemien führen, so die Forscher, oder dazu, dass sich Krankheiten in dem Gebiet, in dem sie natürlicherweise vorkommen, stark ausbreiten, wie etwa das Zika-Virus in Südamerika oder die Blauzungen-Krankheit oder das Schmallenberg-Virus bei Nutztieren in Europa. Zu wissen, welche Krankheitserreger besonders sensibel für Klimaveränderungen sind und ihre Eigenschaften zu kennen, sei wichtig, um sich auf die Zukunft vorzubereiten, so die Wissenschaftler.

HH

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