Refluxkrankheit

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  17.11.2025 00:00 Uhr

Refluxkrankheit bezeichnet den chronischen Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre. Anders als gelegentliches Sodbrennen tritt sie regelmässig auf und kann die Schleimhaut der Speiseröhre dauerhaft schädigen. Die Beschwerden sind oft belastend und können die Lebensqualität deutlich einschränken.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Bei der Refluxkrankheit funktioniert der Schliessmuskel zwischen Magen und Speiseröhre nicht richtig. Dadurch gelangt saurer Mageninhalt in die Speiseröhre und reizt deren Schleimhaut. Im Gegensatz zu gelegentlichem Sodbrennen handelt es sich hier um eine dauerhafte Störung, die medizinisch abgeklärt und behandelt werden sollte.

Symptome/Verlauf

Die Beschwerden treten häufig nach dem Essen oder im Liegen auf. Typisch ist ein brennendes Gefühl hinter dem Brustbein. Manche Betroffene klagen über Husten, Heiserkeit oder Schluckbeschwerden. Die Symptome können über Wochen oder Monate bestehen und sich verstärken. Ohne Behandlung kann sich die Erkrankung verschlimmern.

Folgen/Komplikationen

Bleibt die Refluxkrankheit unbehandelt, kann es zu Entzündungen der Speiseröhre kommen. In schweren Fällen entstehen Geschwüre oder narbige Verengungen. Auch Veränderungen der Schleimhaut sind möglich, die als Barrett-Oesophagus bekannt sind und das Risiko für Speiseröhrenkrebs erhöhen. Die Beschwerden können zudem Schlaf und Alltag stark beeinträchtigen.

Ursachen/Risikofaktoren

Die Ursachen sind vielfältig. Oft liegt eine Schwäche des unteren Speiseröhrenschliessmuskels vor. Auch Übergewicht, bestimmte Lebensmittel oder Medikamente können die Erkrankung begünstigen. Stress und ungünstige Essgewohnheiten spielen ebenfalls eine Rolle.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er kann durch Befragung und Magenspiegelung die Diagnose sichern. Medikamente wie Protonenpumpenhemmer reduzieren die Säureproduktion.
Das kann man selbst tun: Durch Gewichtsreduktion, angepasste Ernährung und Verzicht auf Alkohol und Nikotin lässt sich bereits einiges erreichen. Wenn Beschwerden trotz Änderungen bestehen bleiben oder sich verschlimmern, sollte man ärztliche Hilfe suchen.

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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