Restless legs Syndrom

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  17.11.2025 00:00 Uhr

Das Restless Legs Syndrom, kurz RLS, ist eine neurologische Erkrankung, die durch einen kaum kontrollierbaren Bewegungsdrang der Beine gekennzeichnet ist. Besonders in Ruhephasen treten Missempfindungen auf, die sich durch Bewegung bessern. Die Beschwerden führen oft zu Schlafstörungen und beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Das Restless Legs Syndrom gehört zu den häufigeren neurologischen Störungen. Typisch ist ein unangenehmes Gefühl in den Beinen, das sich in Ruhe verstärkt und beim Bewegen nachlässt. Die Beschwerden treten vor allem abends oder nachts auf und können das Einschlafen oder Durchschlafen erheblich stören. RLS kann in jedem Alter vorkommen, häufiger jedoch im mittleren bis höheren Lebensalter.

Symptome/Verlauf

Die Symptome beginnen oft schleichend und verschlimmern sich im Laufe der Zeit. Betroffene beschreiben die Empfindungen als Ziehen, Kribbeln oder Schmerzen tief in den Beinen. Der Drang, die Beine zu bewegen, lässt sich kaum unterdrücken. Der Verlauf ist meist chronisch, die Beschwerden können in Intensität schwanken.Zu den typischen Symptomen zählen:

  • unangenehme Missempfindungen in den Beinen, selten auch in den Armen
  • verstärkter Bewegungsdrang in Ruhe, besonders abends und nachts
  • Besserung der Beschwerden durch Bewegung
  • schwere Einschlaf- und Durchschlafstörungen

Folgen/Komplikationen

Unbehandelt kann das Restless Legs Syndrom zu erheblichen Schlafstörungen führen. Die ständige Müdigkeit am Tag beeinträchtigt Konzentration, Leistungsfähigkeit und Stimmung. Häufig entwickeln sich Reizbarkeit, depressive Verstimmungen oder Angstzustände. Auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann durch chronischen Schlafmangel steigen.

Ursachen/Risikofaktoren

Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Vermutet wird eine Störung im Dopaminstoffwechsel des Gehirns. Auch genetische Faktoren spielen eine Rolle, da RLS in manchen Familien gehäuft auftritt. Risikofaktoren sind Eisenmangel, Nierenerkrankungen, Schwangerschaft oder die Einnahme bestimmter Medikamente. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, betroffen zu sein.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er kann Medikamente einsetzen, die den Dopaminstoffwechsel beeinflussen oder die Nervenreizweiterleitung dämpfen. Auch Eisenpräparate können helfen, wenn ein Mangel vorliegt.
Das kann man selbst tun: Hilfreich sind regelmässige Bewegung, Dehnübungen, Vermeidung von Koffein und Alkohol sowie eine gute Schlafhygiene. Grenzen liegen dort, wo die Beschwerden trotz dieser Massnahmen bestehen bleiben oder den Alltag stark beeinträchtigen. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt notwendig.Quellenangabe:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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